Hell Will Come For Us All – Das neue Album von “Aversions Crown”

 

Wenn man sich die Bandgeschichte der australischen Deathcore Mannen von „Aversions Crown“ anschaut, dann bemerkt man durchaus den Verschleiß an Sängern. Nun ist Album Nummer vier auf dem Markt und am Mikrofon steht Sänger Nummer drei. Auf dem neuen Album „Hell Will Come For Us All“ leiht der US-Amerikanische Sänger Tyler Miller der Band seine Stimme. Doch dem nicht genug, denn die Stelle des Bassisten ist immer noch vakant, so dass aushilfsweise Damien Palmer seine Finger über das Griffbrett kreisen lässt. Jeder mag nun denken, dass kann am Ende nichts werden, doch das kann man so nicht sagen,

Neuer Sänger bringt Struktur

Dank des neuen Mannes am Mikrofon hat sich auf dem 37-minütigen Album etwas Struktur eingeschlichen und das Wort „Deathcore“ kann nun eher verwendet werden als vorher. Fette Blastbeats vereinen sich nun mit den vielen Breakdowns, die Gitarrensounds wurden etwas heruntergefahren und es gibt sogar einige Mosh-Parts. Der Klargesang ist ein Opfer des Strukturwandels geworden.

Wenn man Stand jetzt einen Vergleich mit anderen Deathcore Bands wagt, dann ragen die Jungs von „Aversions Crown“ etwas aus der Maße heraus. Es wird nicht wie bei vielen anderen Bands nicht einfach losgeballert auf Teufel komm raus. Technisch zeichnet sich das neue Album „Hell Will Come For Us All“ durch einen sehr hohen technischen Standard aus und die Melodien präsentieren sich in einem durchaus anmutigen Bereich, wenn es das im Deathcore überhaupt gibt, aus. Dank der vielen Breakdowns kann man auch mal etwas Luft holen, um dann wieder mit Vollgas in den Pit zu springen und richtig abzugehen. Das schafft tatsächlich ein wenig Atmosphäre und hebt das Album sowie die Band auf ein deutlich Höheres Niveau als zuvor erwartet.

Geht da noch mehr?

Sicher geht am Ende noch mehr, doch viele Baustellen wurden am Ende beseitigt und wenn man das letzte Album „Xenocide“ als Vergleich zu Rate zieht, dann bemerkt man doch sehr deutlich das eine Verbesserung stattgefunden hat. Richtig spürbar zeigt sich das im Songwriting, denn da hat man sich sehr deutlich weiterentwickelt, was man auch in Songs wie „Born In The Gutter’ oder ‘Scourge Of Violence“ klar bemerkt. Natürlich geht noch mehr, doch wie zu Beginn angesprochen ist diese Formation jetzt auch zum ersten Mal so aufgestellt. Man kann nur hoffen, dass dies nun auch so bleibt und nicht wieder ein neuer Sänger einsteigen muss, denn diese Mannschaftsaufstellung ist durchaus perfekt. In dieser Formation könnte es vielleicht auch gelingen sogar Hörer eines anderer Genres zu begeistern, wenn diese die Scheuklappen einmal kurz ablegen und über den Tellerrand herausschauen. Das Album bekommt von uns daher 5/6 Punkte und ein „Hell Yeah“ mit auf den Weg.

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