A Wonderful Life – Das neue Album von “Mushroomhead”

 

Mit 25 Bandjahren auf den Schultern und etlichen Auftritten auf den großen Musikbühnen der Welt, wollen die Metaller von Mushroomhead mit Ihrem neuen Album „A Wonderful Life“ wieder angreifen. Allerdings hat sich die Welt des Nu-Metals ein wenig verändert. Ob das Album am Ende erfolgreich sein wird, entscheiden die Fans, doch wir haben das Album durchleuchtet und so einige Schwächen ausgemacht.

Ein wenig angestaubt

Mit dem neuen Album verlassen die US-Amerikanischen Metaller nicht die gewohnten Gewässer, was man musikalisch durchaus merkt. So klebt man noch förmlich an der Wurzel des Nu-Metals der 2000-er Jahre. Schon der Opener „A Requiem For Tomorrow“ erinnert an die „Gute alte Zeit“ des Nu-Metals. „Seen It All“ reißt einen auch nicht gerade vom Hocker und ist eher eine Enttäuschung auf dem neuen Langeisen. Es wirkt quasi so, als wäre die Inspiration verlorengegangen in den letzten Jahren, denn viele der neuen Songs haben mächtig Staub angesetzt. Allerdings ist nicht alles ganz so düster wie es des Anschein macht. Denn mit „Heresy“ und „Pulse“ zaubern die Pilzköpfe dann zwei mächtig geile Songs aus dem Ärmel. Dies liegt auch an Sängerin Jackie LaPonza kurz Ms. Jackie. Diese ist seit 2014 mit dabei und liefert regelmäßig richtig ab. Ihre Stimmfarbe ist so vielfältig und quasi Überlebenswichtig für die Band. Ihre Gesangspassagen befördern die Songs auf ein neues Level.

Quo Vadis Mushroomhead

Wo die Reise am Ende hin geht, weiß am Ende keiner. Das Album ist einfach gestrickt und hängt zu sehr an den Fäden der 2000-er Nu-Metal Ära fest. Es gibt wenige Überraschungen und es wird einfach nur geradlinig alles runtergebrettert. Im Endeffekt wäre das Album vor 10 Jahren richtig geil gewesen, doch das Genre des Nu-Metals hat sich halt weiterentwickelt. Daher muss was passieren im Lager der Pilzköpfe, denn sonst sieht die Zukunft unter Umständen sehr düster aus. Zwar kann das Album dank Ms. Jackie ein paar Punkte sammeln, doch das viele Füllmaterial wischt diesen positiven Eindruck wieder hinfort. Es gibt keine großen Überraschungen und daher bleibt „A Wonderful Life“ am Ende hinter den Erwartungen zurück. Von uns gibt es 3/6 Punkte und ein „Vielleicht beim nächsten Mal“ mit auf den Weg

 

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