Das Elfte Gebot – Das neue Album von Feuerschwanz

 

Das Elfte Gebot“ ist das nunmehr neunte Album der Mittelalter Rocker von „Feuerschwanz“. Ohne vorweggreifen zu wollen, es ist das bisher beste Album der Bandgeschichte. Stück für Stück haben sie sich von den lustigen Barden, die nur an Spaß und Unsinn dachten zu einer soliden und deutlich verbesserten Band entwickelt. Auf dem Vorgänger „Methämmer“ war dieser Trend schon erkennbar und manifestiert sich nun im „Elften Gebot“. Dabei verlieren Sie aber in keiner Art und Weise Ihre Wurzeln und bringen trotz der härteren Gangart noch immer Witz und Frohsinn mit in die Songs ein.  Nach dem ersten Hördurchlauf

Das Elfte Gebot – Feuerschwanz wird erwachsen

Schon der Opener „Meister der Minne“ ist ein Ohrwurm, der einen so schnell nicht mehr loslässt und jeden bei dem Rhythmus zum Tanzen auffordert. „Metfest“ ist ein typischer Song, den man auch so erwarten durfte. Das volle Potenzial dieses Songs wird sich aber erst bei den Live Auftritten der Band entfalten, wenn die Massen die Methörner in die Höhe recken und mitsingen. Der Titelsong “Das Elfte Gebot“ ist der beste Beweis für den Wandel von Feuerschwanz. Die Botschaft ist zwar recht simpel doch dank der härteren Gangart bekommt der Song eine unheimliche Kraft und wird zu einer Hymne auf dem Album, die man so nicht erwarten durfte. „Kampfzwerg“ ist eindrucksvolles und kraftvoller Song, der nicht nur „Gimli“, sondern allen andern Langbartträgern unter dem Berge als Ode gewidmet wurde. Auf Live Konzerten wird diese Nummer, wie schon das „Metfest“, ein echter Genuss werden.

“Im Bauch Des Wals“ nimmt dann sogar noch Umweltaspekte mit in die Komplexität des Albums auf. Danke der epischen Texterei der Mittelalter Rocker wird dieser Song zu einem „Weißen Wal“ der einmalig ist. Ohne Wenn und Aber ist dieser Song der beste Song den Feuerschwanz je vom Stapel gelassen hat. „Mission Eskalation“ ist zwar stark, doch verblasst nach der vorangegangen tiefgründigen Nummer doch etwas. Vermutlich liegt das auch daran, dass der Song vom Titel her erwarten ließ, was am Ende auch drin ist. Für die in der Wikingerzeit in vorderster Reihe kämpfenden Frauen wurde mit „Schildmaid“ ein Song geschrieben, um diese Frauen zu ehren. Mit harten Riffs wird diesem Song auch eine Wucht verliehen, welche auch diesen Song zu einem epischen Song macht. „Malleus Maleficarum“ lässt schon deutlicher erkennen, dass ein wenig Power-Metal mit in die Songs eingeflochten wurden. Die Strophen wirken bedrohlicher und der Refrain steht im Zeichen und lehnt sich ein wenig an die epischen Metaller von „Powerwolf“ an.  In dieselbe Kerbe haut dann auch „Lords Of Powermet.“  Die Band kombiniert in diesem Song die alten Gassenhauer Qualitäten mit den neu hinzugewonnen Power-Metal Einflüssen und lässt die Nummer richtig knallen. Eine harte Tanzaufforderung ist dann „Totentanz“ welcher bei Live Auftritten vermutlich den ein oder andern „Moshpit“ erblühen lässt. „Unter dem Drachenbanner“ versammeln sich dann die besungenen Helden und reiten neuen Abenteuern entgegen.

„Die Sieben Todsünden“ – Feuerschwanz covern sieben unterschiedliche Bands

Dem aber nicht genug, denn die sieben Totsünden gehören auch zum Elften Gebot. Dies sind zwar keine Songs aus eigener Feder, aber gelungene Coverversionen von sieben anderen Bands, deren Herkunft nicht unterschiedlicher sein könnten. Das „Ding“ von Seed gibt den Auftakt in der Reise durch den Sündenpool. Weiter geht es dann mit „He hier kommt Alex“ von den Toten Hosen. Bevor es dann mit „Amen & Attack“ von Powerwolf weitergeht. „I See Fire“ von Ed Sheeran ist in der Interpretation der Minnesänger von Feuerschwanz eine noch epischere Nummer geworden. „Gott mit uns“ von Sabaton wurde auch in ein neues Gewand gepackt. Etwas merkwürdig ist dann doch die Interpretation von „Limit“ von Deichkind. Rammsteins „Engel“ bekommt ein so neues Gewand verpackt, das diese Nummer sogar besser ist als das Original

Das Beste kommt zum Schluss

„Das Elfte Gebot“ sprüht nur so vor Wortspielereien. Dank der neu mit ins Konzept aufgenommenen Härte und den vielen Power-Metal Einflüssen ist das Album ein echt gelungenes Langeisen. Die Songs bieten in Ihrer Reihenfolge immer wieder Abwechslung und lassen bei einer Spieldauer von 70 Minuten keine Langeweile aufkommen. Ob man Am Ende noch sagen kann, dass Feuerschwanz reiner Mittelalterrock ist, ist sehr schwer. Sie haben sehr viele Power-Metal Elemente mit aufgenommen was sie deutlicher breiter macht was die zukünftigen Songs und Alben betrifft. Es gibt viele Überraschungen auf dem Album und daher gibt es am Ende von uns 6/6 Punkte und ein „Hoch die Hörner“ mit auf den Weg.

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