Feather of Truth – Das neue Album von Poltergeist

 

Als 2012 die Schweizer Thrash-Metal Mannen von „Poltergeist“ ihr Comeback nach 18 Jahren Trennung bekanntgaben, war nicht klar wohin die Reise geht. Ob es nur alte Demos und Tapes gibt, die man aus einer alten Kiste holt und neu aufbereitet oder ob man neue Songs schreibt. Als das erste Album „Back To Haunt“ 2016 erschien war klar, Nostalgie ist nicht das Ding der polternden Geister. Jetzt ist mit „Feather Of Truth“ das nächste Album erschienen

Trends bedienen? Nein Danke

Das neue Album ebenso, wie der Vorgänger bedient keine Trends, wie viele neue und junge Bands es machen, um sich an den Erfolg anzuheften und etwas von dem Ruhm erhaschen möchten. Das haben die Oldschool Thrasher auch gar nicht nötig, denn Sie waren in den 80-er Jahren eine der angesagten Bands und müssen keinen imitieren, um erfolgreich zu sein. Allerdings haben sie ein wenig die Härte heruntergeschraubt. Es wird auch ein wenig mehr auf die Melodie geachtet. „Saturdays Night Alright For Rockin“ schreddert daher recht gut durch die Boxen und ist Live vermutlich ein echtes Highlight, wenn am Ende alle Metalheads klatschnass geschwitzt die Pommesgabeln in die Höhe recken und „We Want More“ brüllen. Ein wenig gesellschaftskritisch sind sie auch, denn mit „The Attention Trap“ wird mit dem gesamten sozialen Netzwerk und dessen Einfluss auf die Bevölkerung abgerechnet. „Thin Blue Line“ ist eine melodische Gitarrenbombe die voll aufgedreht ein wahrster Genuss für jeden ist, auch wenn er vielleicht weniger auf die Band steht. Ein wenig mehr Holz gehackt wird in „The Culling“. Der Song brettert deutlich besser und zeigt, dass die Mannen um Sänger „André Grieder“ wissen was Sie tun.

„Feather Of Truth“ – Am Ende nur Durchschnitt?

Wenn man das Album komplett durchgehört hat, wird man am Ende feststellen, dass es eine recht solides Album ist, aber mit den großen Bands durchaus mithalten kann. Es gibt zwar den ein oder anderen Song, der einem nicht beim ersten Mal zusagt, doch in seiner Gesamtheit ist „Feather Of Truth“ ein gutes Machwerk. Wenn man die Alben der Vergangenheit als Referenz heranzieht wird deutlich, dass die Qualität sich verbessert hat, mit der man produziert. Songwriting und Melodie sind sehr gut abgestimmt und mit den eingängigen Refrains, bohrt sich das Album quasi von selbst ins Ohr. Einzig der große Erfolg bleibt bis dato aus, wenn man das als Kritik überhaupt anbringen darf. Das Album bekommt von uns 5/6 Punkte mit auf den Weg.

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