Act Of Creation -Das neue Album “The Uncertain Light” im Review

 

Wenn man den Begriff Death Metal oder Melodic-Death Metal in den Mund nimmt, dann denkt man sofort an Bands wie Arch Enemy oder Amon Amarth. Ja diese haben Ihren Platz in der Metal Welt gefunden und sind da schon fast nicht mehr Wegzudenken. Wenn es um Neulinge in dem Metier geht, dann werden immer wieder Stimmen laut und sagen, es ist nur ein Abklatsch der angeführten Bands oder sinnloses Gegrunze. Das mag auf viele zutreffen aber eben nicht auf alle. Act Of Creation sind zwar nicht mehr ganz so neu, doch haben sie mit Black Sunset ein gutes Label gefunden, welches sie sehr gut unterstützt. Kaum war die Tinte auf dem Vertrag trocken ging es auch gleich ins Studio und das neue Album „The Uncertain Light“ wurde zusammengezimmert. Dieses Zimmermannswerk haben wir uns mal genau angeschaut, denn wer möchte schon Katzen im Sack kaufen.

Ein wenig ruhig und behäbig startet „The Burning Place“ und kann quasi als Intro angesehen werden, denn wer die Band um Frontfrau Jess live gesehen hat, weiß was die Band kann. Ein wenig Schwung kommt dann mit „Break New Ground“ in die Sache und leitet wunderbar „Violet Red“ ein, in dem Jess zum ersten Mal zeigt was in Ihrer Stimme steckt. Die tiefen Growls werden durch Jan an den Drums noch mehr verstärkt und machen diesen Song zu einem echten Highlight auf dem Silberling.

Reflection“ ist ein kompletter Gegensatz zu „Violet Red“ und besticht durch verschiedene Rhythmus und Tempi Wechsel und ist wahrlich ein Genuss für die Ohren. Mit „Sector F“ kommt dann wieder eine deutliche Schlagzahl zu Tage, was an dem Gitarren Geschredder von Casi und Chris liegt, denn die lassen die Finger so schnell übers Griffbrett kreisen, dass man vom Wechsel ins Picking fast überrascht wird. Einfach genial und ein absolutes Highlight auf dem Silberling.

In dem etwas groovigen „Confused Illusion“ zeigt dann wieder Jess, was Ihre Stimmbänder können. „Hatefriend“ ist ähnlich strukturiert wie „Sektor F“ aber nicht ganz so strak wie erwartet. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt am Ende der Titeltrack „The Uncertain Light“. Ein sehr komplexe aufgebauter Song, der so viele Tempi Wechsel in sich vereint, dass man fast ins Schleudern gerät. Die Gitarren fetzen richtig rein und dank der Stimmfarbe von Jess ist dieser Song wieder ein Highlight.

Fazit:

Beim Songwriting hat man sich echte Gedanken gemacht und auch die Strukturierung der Songs ist mehr als gut gelungen. Das Album macht einfach Spaß beim Hören. Langeweile kommt durch den Genremixer nicht auf und belebt das Album mit immer wieder überraschenden Wendungen. Bei den zehn Songs sind drei Highlights und zwei sehr gute Songs dabei und man hat sich mit dem unnötigen Füllmaterial sehr zurück gehalten. Neben der Stimmfarbe von Jess, welche vielfach wandelbar ist, zeigen die anderen Bandmitglieder, dass sie mit Ihren Instrumenten umgehen können. Saubere Riffs und ein treibender Drummer zeigen, dass Act Of Creation zu höherem Berufen sind. Daher bekommt das Album, trotz eines kleinen Wehmutstropfens am Anfang 6/6 Punkte und ein „Hell Yeah“ mit auf den Weg!

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1 Kommentar

  1. Gute Produktion, gute weibl. Vocals (zumindest alles was nicht clean ist) mit eher Mittelklasse Songs der Marke “Das Rad wird eben nicht neu erfunden”.
    Der selbst aufgezogene Hype um die Band macht das Ganze eher zu hartem Cringe….
    Werben mit den “Erfolgen” einer seltsamen Vorgänger Band mit der einfach keiner außer einer Person der aktuellen Band etwas zu tun hat/hatte xD
    Das ist sicher alles aber nicht der selbst beschriebene “Silberstreif am Horizont der neuen Heavy Metal Kultur”.
    Klappern gehört zwar bekanntlich zum Geschäft aber: Bescheidenheit ist eine Tugend 😉

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