Interview mit den Melodic Death Metallern von “Path Of Destiny”

 

In einer stürmischen Nach klingelte plötzlich das Grüne Telefon in der Redaktion. AM Apparat waren die Melo Death Metaller von „Path Of Destiny“ Diese hatten ein paar Fragen an uns welche wir beantworten konnten. Doch auch wir hatten ein paar Fragen und so ergab sich dieses Interview.

S&B: Wie zufrieden seid Ihr mit euren Alben und ist ein neues schon geplant?

Mit unserem neuen bzw. am 11.06.21 erscheinenden Album „The Seed of all Evil“ sind wir wirklich rundum zufrieden. Wir konnten uns in den letzten Jahren von Platte zu Platte steigern, Know-How sammeln und anwenden, aber auch das Songwriting verbessern. Sicherlich wird es auch weitere PoD- Alben geben. Konkrete Pläne haben wir jedoch noch nicht gefasst. Das Songwriting läuft im Hintergrund aber immer weiter.

S&B: Wie betrachtet Ihr die Entwicklung Eurer Band von eurem ersten Album „Rise And Fall“ an gesehen bis zum heutigen Tag?

Insgesamt auf jeden Fall als sehr positiv! Mit der gesammelten Erfahrung der letzten Jahre konnten wir uns musikalisch und produktionstechnisch verbessern. Auch hinsichtlich des Musikbusiness generell sammelt man natürlich viele Eindrücke und Wissen. War unser 1. Album noch relativ „sanft“ und Keyboard lastig geartet, so begreifen wir uns mittlerweile schon als eine Band, bei der die Betonung auf dem „Death“ im Melodic Death Metal liegt. Manchmal hat man ja bei größeren Bands das Gefühl, dass die Alben über die Jahre nachlassen, bei uns herrscht, so denke ich, eher der umgekehrte Fall.

S&B: Was der auschlaggebende Punkt warum Ihr mit Musik angefangen habt. Haben euch dabei eure Eltern beeinflusst?

Alex: Bei mir war es so, dass ich schon immer etwas aus Spaß an der Freude auf der alten Akustikgitarre meiner Mutter herumgeklimpert habe. Diese meinte dann irgendwann, dass ich bitte ihr Instrument nicht weiter vergewaltigen soll, wenn ich nicht endlich das richtige Spielen lerne oder Unterricht nehme. Daraufhin bekam ich zu meinem 17. Geburtstag (ja, ich weiß, recht spät) ein Lehrbuch geschenkt. Das war quasi der Startschuss. Damals lief das noch nicht wirklich über YouTube (das steckte da noch in den Kinderschuhen) und ich erarbeitete mir alles eher direkt selbst, druckte mir Tabulaturen meiner Lieblingssongs aus und betrieb quasi autodidaktes Learning by Doing. Also ja, ich wurde da schon ein wenig hingelenkt, wollte es aber auch selbst lernen. Einen Zwang zum Musikunterricht im Kindesalter gab es z.B. bei mir gar nicht.

S&B: Das Musik Business ist stark umkämpft und für kleinere Bands ist es sehr schwer nach oben zu kommen. Wie sehr nervt euch das?

Ganz klar, das ist natürlich manchmal echt frustrierend, man sollte sich davon aber nicht komplett demoralisieren lassen. Ich freue mich z.B. oftmals auch über kleinere Schritte, oder das, was wir bereits erreicht haben, das Feedback, welches wir zu neuem Material bekommen, ein bestimmtes Festival, welches wir erfolgreich bespielt haben, usw. Da gibt es viele Gründe, schon durchaus auch mal stolz sein zu dürfen. Manchmal ist es aber natürlich frustrierende, dass einige Wege nur mit Vitamin B oder mit viel Glück erreicht werden können, selbst wenn man hart daran arbeitet.

S&B: Jede Band und jeder Musiker hat gewisse Dinge, die bei einem Auftritt niemals fehlen dürfen. Was darf neben dem Publikum bei euren Auftritten denn auf gar keinen Fall fehlen?

Natürlich die Instrumente haha! 😀 Ein ordentlich großer Backstagebereich, in welchem man zum Umziehen seine Ruhe hat, sagt mir auch immer zu. Ansonsten möchte ich hier unser In Ear-Monitoring-System hervorheben, welches wir seit mittlerweile 3 Jahren im Einsatz haben und die Livesituation enorm verbessert.

S&B: Wie ist euer Bandname und das Logo entstanden?

 Der Bandname Path of Destiny war eine Idee unserer guten Freundin Peggy, welche damals noch in der Nähe wohnte. Er gefiel den damaligen Bandmitgliedern sehr, da er auf die mystischen Ansätze unserer Musik hinweist. Nach und nach etablierte sich der Name, sicherlich auch ein wenig vor dem Hintergrund, dass es sonst keine Band mit exakt der gleichen Bezeichnung gibt. Das Logo wurde von unserem ehemaligen Sänger Stefan „Piehlie“ gestaltet und entworfen. Es besteht in seiner jetzigen Form bereits eine ganze Weile, wurde aber auch schon einmal für unser letztes Album 2016 mit einem Schädel „aufgehübscht“.

S&B: Wenn es bei euch brennt, welche zwei Gegenstände würdet Ihr auf jeden Fall retten?

Alex: Mmh ich denke da praktisch 😀 Geldbeutel, Handy, Autoschlüssel oder so was. Vielleicht aber auch eine Gitarre und meine wertvollsten Magic The Gathering-Karten.

S&B: Wie seht Ihr, von Corona mal abgesehen, die aktuelle Lage in der Welt?

Sehr kritisch auf jeden Fall. Ich persönlich blicke zuversichtlich in meine eigene Zukunft, sehe jedoch für die gesamte Menschheit eher schwarz. Es gibt jede Menge Themen, die einen nachdenklich machen… die Erderwärmung z.B. oder der zunehmend aggressive Ton, welcher in vielen Ländern angeschlagen wird. Ich würde mir lieber ein Aufeinander Zukommen wünschen. Star Trek Zustände quasi, ich bin mir jedoch äußerst sicher, dass wir als Menschen wohl leider nie diesen Stand erreichen werden.

S&B: Was ist der bisherige verrückteste Fan Moment in eurer Bandgeschichte?

 Puh, das ist definitiv gar nicht so einfach, aber ich würde da mal die Geschichte hervorheben wollen, bei welcher ich von einem Fan zum gemeinsamen Fruchtzwerge-Essen vor der Show eingeladen wurde. Dies wurde dann natürlich auch mit Fotos festgehalten.

S&B: Wenn Ihr Superhelden wärt, welche Superkraft hättet Ihr und wie sähe euer Kostüm dazu aus?

 Also ich mochte ja als Kind immer Dragonball Z sehr gerne, aber auch Spellbinders (eine polnisch /australische Co-Produktion, die immer auf ZDF im Rahmen von Tabaluga Tivi kam). Irgendeine Kreuzung aus Beidem würde mir sehr gut gefallen. Also irgendwie so Super Sayajin-mäßig + Kampfanzug, um Energiebälle, Blitze etc. abschießen und Fliegen zu können. 😀 Ja doch, das wäre es für mich.

S&B: Irgendwann ereilt jeden von uns der Tod. Dies ist unausweichlich. Daher würde es uns interessieren, welche Beschallung Ihr auf eurer Beerdigung laufen lassen würdet?

Für mich käme da z.B. „Travel in Stygian“ von Iced Earth in Frage, denn das ist nun mal, was man dann tut. Man reist durch die Unterwelt, hehe 😀 Aber auch „See you on the Other Side“ von Ozzy Osbourne wäre was.

S&B: Eine Reise durch Raum und Zeit ist ja nicht möglich, doch wenn es möglich wäre, wo würdet Ihr einmal am liebsten Spielen. Dabei ist es egal ob in der Zukunft oder der Vergangenheit.

Mmh wie wäre es mit dem Wembley Stadium, zusammen mit Queen in den 80ern oder dem Eindhoven Metal Meeting Anfang der 90er? Am schönsten aber wären natürlich Auftritte im hier und jetzt z.B. auf dem Wacken, Summer Breeze etc.

S&B: Irgendwann ist Corona auch einmal vorbei. Daher würde es unsere Leser interessieren, ob Ihr schon neue Gigs am Start habt und wenn ja, wann starten diese?

Momentan stehen tatsächlich 3 Konzerte in Aussicht. Natürlich muss man da immer schauen, was überhaupt dann machbar und möglich ist. Ich kann euch diese gerne aufzählen:

24.07.21 – Party.San Warmup mit Soulburn, Path Of Destiny und Spydor – Saalfeld (Open Air)

13.08./14.08.21 – Heimburger Metalnacht Festival 2021 – Heimburg im Harz (Open Air)

08.01.22 – Rockclub Birthday Bash – Selb (dieser ist momentan durch die Ticketbeschränkung jedoch ausverkauft)

Wir sagen Dankeschön für das Interview und hoffen euch bald wieder Live sehen zu können

 

Print Friendly, PDF & Email

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*