Oversense – Das neue Album “Egomania” im Review

 

Die deutschen Modern Metaller von „Oversene“ haben mit „Egomania“ ein weiteres, sehr modernes Album auf den Markt gebracht, welches mit seinen zuvor veröffentlichten Songs zum Hinhören verleitet hat. Daher haben wir es uns einmal ganz genau angeschaut

Gelungener Genere Mix oder einfach den Mixer eingeschaltet?

Mit dem Opener „Toast On The Devil“ bekommt man gleich einen guten Eindruck von dem Album, denn es werden viele verschiedene Metal Genres durch die Zentrifuge gejagt und zu einem ersten beeindruckenden Song zusammengemischt. In dieselbe Kerbe schlägt dann auch „The Longing“ denn durch die vielen unterschiedlichen Elemente fesselt der Song einen von den ersten Sekunden an und wenn man einmal skippt, dann hat man gleich etwas verpasst. Zwar für den normalen Hörer schwere Kost, doch für den Musikliebhaber ein echtes Highlight. Mit „Be“ gibt es dann direkt im Anschluss dank der weiblichen Stimme von Herma Sick ein weiteres Highlight auf dem Album. Einfach beeindruckend was man musikalisch in den ersten knapp 15 Minuten serviert bekommt. Für die Liebhaber des klassischen Heavy Metals gibt es dann mit „My Eden“ und „Tear Me Down“ zwei Songs, welche euch zum Headbangen bringen werden. Mit einem etwas melancholischen Klavierspiel wird dann „Love“ sehr schön eingeleitet bevor der Song nach vorne explodiert. Mit „Faith“ wird es dank der Stimme von Ulli Perhonen von Snoow White Blood ein episches Gesangserlebnis. Die treibenden Drumms unterstreichen gekonnt und zeigen das dieser in den Melodic Metal tendierende Song ein echtes Highlight ist, welches man immer wieder hören kann. Mit „Rave In Hell“ geht es dann mit fast klassischem Hardrock in eine komplett andere Richtung, bevor man dann mit „Memories“ ein wenig Herzschmerz serviert bekommt. Den Abschluss bildet dann das zum Nachdenken anregende „Extinction“ bei dem die Aussage am besten klingt, dass es für Mutter Natur das Beste wäre, wenn wir nicht mehr da wären.

Was am Ende übrig bleibt!

Wenn man ein Album sucht, bei dem man sich einfach berieseln lässt, dann ist man beim neunen Langspieler „Egomania“ der deutschen Metaller von Oversense eindeutig falsch. Das Album ist abwechslungsreich und bietet laufend neue Überraschungen in jedem Song. Man hat mit diesem Weg versucht eine Brücke zwischen den vielen Genres zu bauen und hat es sogar geschafft, auch wenn es an einigen Ecken etwas wackelig ist. Doch was will man erwarten bei so einer komplexen Welt wie dem Heavy Metal. Es gibt viele Highlights, beim Songwriting hat man sich Gedanken gemacht, die Botschaft wurde sehr gut verpackt und schwingt dauerhaft, aber sehr unterschwellig mit. Das Klavierspiel wirkt hier und da mal etwas fremdartig, doch das stört weniger. Somit bleibt am Ende nur die Bewertung übrig und da gibt es von uns auch eine Premiere, denn wir vergeben 4,5 Sterne von 6 möglichen und ein „Hell Yeah“ mit auf den Weg sowie eine Kaufempfehlung für den anspruchsvollen Musikliebhaber

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