KSV Hessen Kassel – 3:0 Niederlage gegen SSV Ulm 1846

 

Man hatte nach dem grandiosen Sieg gegen den VFB Stuttgart II gedacht, das die Löwen des KSV Hessen Kassel auch in Ulm einen Punkt mitnehmen könnten. Doch leider kam es anders als gedacht. Die Mannschaft von Trainer Tobias Damm verlor mit 3:0 in Ulm und kassiert die achte Saisonniederlage, während der SSV Ulm den neunten Sieg einfuhr und seine Spitzenposition in der Regionalliga Südwest weiter ausbaut. Gegen den SSV Ulm fehlte der gelbgesperrte Kapitän Frederic Brill der durch Aram Kahraman ersetzt wurde, was auch eine Schwächung war, aber keine Ausrede sein soll.

Die ersten Spielminuten gehörten den Hausherren und so kam Stürmer Lucas Röser frei vor das Tor der Löwen und nur Maximilian Zunker verhinderte das schlimmste. Wenig später kam Jascha Döringer für die Löwen in eine sehr gute Schuss Position, doch sein Schuss striff knapp am Pfosten vorbei. In der 16. Minute kamen die Gastgeber wieder gefährlich vor das Tor des KSV und wieder war es Zunker der den Rückstand verhinderte. Doch das Aufbäumen der Löwen blieb aus und die schnellen Kombinationen schienen Wirkung zu zeigen. So passierte es dann in der 24. Minute das Phillip Maier Maximilian Zunker überwand und sein Team mit 1:0 in Führung brachte. Von dem Rückstand geschockt, zappelte der Ball nur zwei Minuten später erneut im Tor von Zunker. Zwei Tore in zwei Minuten, dass ist bitter. Doch es kam noch schlimmer, denn in der 39. Minute flog KSV-Torhüter Maximilian Zunker mit Rot vom Platz nach einer Notbremse, wie der Schiedsrichter es auslegte. 2:0 im Rückstand und ein Mann weniger, das war der Genickbruch. Schadensbegrenzung war nun angesagt. So musste der stark spielende Lukas Iksal für Ersatztorhüter Moritz Schunke weichen und Steven Rakk ersetzte den schwachen Karaman.  zu. in die Startformation. Beim SSV setzte Coach Thomas Wörle auf dieselbe Elf wie beim beeindruckenden 4:1-Sieg gegen den FC Homburg. Die Spatzen hatten mit ihrem Erfolg beim Verfolger ein Ausrufezeichen gesetzt.

Mit dem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Zwar fand Trainer Tobias Damm die richtigen Worte, doch nach vorne ging fast gar nichts mehr. Zwei magere Torchancen für den KSV und das war alles, was Gefährliches passierte. Aber auch die Ulmer machten nicht mehr viel nach vorne, da der Sieg ungefährdet war. Eine Viertelstunde vor Schluss viel dann noch das 3:0 und der neunte Saisonsieg war perfekt. Für den KSV wird die Luft langsam dünner und man muss sich fragen, ist Damm noch der richtige an der Position. Zwar motiviert er die Mannschaft, aber was zählt ist auf dem Platz. Man kann eine gute Mannschaft übernehmen und solange sich nichts verändert, klappt auch alles so weit, doch in den letzten Jahren sind viele Leistungsträger gegangen, aber passender Ersatz wurde nicht geholt. So fehlen Leute wie Bravo Sanchez, Merle, Schwechel, Flotho, Schmeer, Saglik, Meha, Pichinot doch schon sehr. Man soll nicht Schwarz Malen, doch es sieht nicht gut aus, um die Liga zu halten. Wenn im Wintertransfer Fenster kein passender Stürmer und Stabilisator in der Abwehrreihe kommt, dürfte der Ligaerhalt sehr fraglich sein.