Die deutschen Modern Metaller von „Oversense“ haben mit „Egomania“ ein weiteres, sehr modernes Album auf den Markt gebracht, welches mit seinen zuvor veröffentlichten Songs zum Hinhören verleitet hat. Daher haben wir es uns einmal ganz genau angeschaut

Gelungener Genere Mix oder einfach den Mixer eingeschaltet?

Mit dem Opener „Toast On The Devil“ bekommt man gleich einen guten Eindruck von dem Album, denn es werden viele verschiedene Metal Genres durch die Zentrifuge gejagt und zu einem ersten beeindruckenden Song zusammengemischt. In dieselbe Kerbe schlägt dann auch „The Longing“ denn durch die vielen unterschiedlichen Elemente fesselt der Song einen von den ersten Sekunden an und wenn man einmal skippt, dann hat man gleich etwas verpasst. Zwar für den normalen Hörer schwere Kost, doch für den Musikliebhaber ein echtes Highlight. Mit „Be“ gibt es dann direkt im Anschluss dank der weiblichen Stimme von Herma Sick ein weiteres Highlight auf dem Album. Einfach beeindruckend was man musikalisch in den ersten knapp 15 Minuten serviert bekommt. Für die Liebhaber des klassischen Heavy Metals gibt es dann mit „My Eden“ und „Tear Me Down“ zwei Songs, welche euch zum Headbangen bringen werden. Mit einem etwas melancholischen Klavierspiel wird dann „Love“ sehr schön eingeleitet bevor der Song nach vorne explodiert. Mit „Faith“ wird es dank der Stimme von Ulli Perhonen von Snoow White Blood ein episches Gesangserlebnis. Die treibenden Drumms unterstreichen gekonnt und zeigen das dieser in den Melodic Metal tendierende Song ein echtes Highlight ist, welches man immer wieder hören kann. Mit „Rave In Hell“ geht es dann mit fast klassischem Hardrock in eine komplett andere Richtung, bevor man dann mit „Memories“ ein wenig Herzschmerz serviert bekommt. Den Abschluss bildet dann das zum Nachdenken anregende „Extinction“ bei dem die Aussage am besten klingt, dass es für Mutter Natur das Beste wäre, wenn wir nicht mehr da wären.

Was am Ende übrig bleibt!

Wenn man ein Album sucht, bei dem man sich einfach berieseln lässt, dann ist man beim neunen Langspieler „Egomania“ der deutschen Metaller von Oversense eindeutig falsch. Das Album ist abwechslungsreich und bietet laufend neue Überraschungen in jedem Song. Man hat mit diesem Weg versucht eine Brücke zwischen den vielen Genres zu bauen und hat es sogar geschafft, auch wenn es an einigen Ecken etwas wackelig ist. Doch was will man erwarten bei so einer komplexen Welt wie dem Heavy Metal. Es gibt viele Highlights, beim Songwriting hat man sich Gedanken gemacht, die Botschaft wurde sehr gut verpackt und schwingt dauerhaft, aber sehr unterschwellig mit. Das Klavierspiel wirkt hier und da mal etwas fremdartig, doch das stört weniger. Somit bleibt am Ende nur die Bewertung übrig und da gibt es von uns auch eine Premiere, denn wir vergeben 4,5 Sterne von 6 möglichen und ein „Hell Yeah“ mit auf den Weg sowie eine Kaufempfehlung für den anspruchsvollen Musikliebhaber

 

Die niedersächsischen Epic Metaller von Kambrium gehören nach 15 Jahren trotz zweier eigen vertriebener Demos, einer EP und nun fünf Alben noch immer zu den Newcomern, was irgendwie nicht gerechtfertigt ist, denn Ihre Konzept Alben sind sehr gut ausgearbeitet und haben Hand und Fuß. Die Thematik wird jedes Mal so gut es geht umgesetzt, was man auch schon beim letzten Konzeptalbum „Dawn Of The Five Suns“ bemerkbar war. Dieses Album hat sich mit der Maya Kultur beschäftigt und war ein geniales Brett. Nun ist das neue Konzeptalbum „Synthetic ERA“ auf dem Markt. Wir haben daher einen Blick riskiert und das Album unter die Lupe genommen.

Kambrium – Erfüllt das Konzeptalbum die Erwartungen?

Nach dem Intro „Neon Death“ geht es mit „Cybernetic Overload“ dann rein in die Thematik des Albums. Dort fliegen euch gleich zu Beginn einige Synth. Sounds um die Ohren, was in gewisser Weise an die Maschinen aus den Science-Fiction Filmen der 80-er Jahre erinnert. Dies verwirrt am Anfang etwas, doch der Song verwandelt sich danach in echtes Brett. Das nachfolgende „Shadow Construct“ beeindruckt durch schöne Gitarrenriffs und den zweistimmigen Gesang. Mit „Nature, Error:404“ wurde eine beeindruckende Hymne geschaffen, in welcher Ihr auch Ulli Perhonen von Snow White Blood hören könnt. Der Titeltrack, welcher mit über 10 Minuten der längste Song des Albums ist, vereint alles was die Band zu bieten hat. Epische Gitarrenriffs, Synth. Waves, Klargesang und gut eingebaute Growls. Das absolute Highlight des neuen Albums ist aber eindeutig „Nightly Beat Mode“. Der Song frisst sich in den Hörkanälen fest und lässt einen nicht mehr los und zwingt einen förmlich dazu, die Repeat Taste immer wieder zu drücken.

Synthetic ERA – Stimmig und Griffig

Das neue Werk der Mannen von Kambrium ist wieder ein sehr gutes Konzeptalbum mit Hand und Fuß. Thematik ist im Songwriting sehr gut umgesetzt worden. Die Songs erinnern sehr schön an die Sci-Fi Filme der 80-er und 90-er Jahre. Für manch einen mögen die Synth.-Sounds etwas gewöhnungsbedürftig sein, doch alles in allem gehören diese zum Konzept des Albums dazu. Man hat einfach mal über den Tellerrand hinausgeschaut und etwas implementiert damit das Konzept auch passt. Mit Nature, Error:404 und dem Titeltrack gibt es zwei tolle Songs, die einen richtig gut mitreißen und Nightly Beast Mode ist der Mega Hit schlechthin. Ein kleines, aber wenn auch nur wirklich kleines Manko ist die Länge des Albums, mit etwas über 70 Minuten. Etwas gestraffter wäre für einige bestimmt besser, aber das ist auch schon quasi alles was man an Negativen, wenn man was finden will, findet. Daher gibt es von uns, denn die Länge stört uns nicht 6/6 Punkte und ein „Start The Engine“ mit auf den Weg.  

 

Die amerikanischen Death-Metaller von „The Day Of The Beast“ haben vor geraumer Zeit zum Label Prosthetic Records gewechselt. Unter dieser neuen Flagge haben Sie Ihr nunmehr viertes Album ‟Indisputably Carnivorous” veröffentlicht. Da diese Band in der Vergangenheit schon drei gelungene Alben präsentiert hat, mussten wir bei der Nummer vier reinhören. 

‟Indisputably Carnivorous” das Monster was zum Leben erweckt wurde

Mit „Corrupter/Infestor“ schlägt einem schon die Aggressivität entgegen. Die Growls von Sänger Harris vereinigen sich mit fetten Blastbeats zu einem perfekten Song. Dieser Opener sorgt schon für arge Schmerzen im Bereich der Nackenmuskulatur. Ein wenig mehr Thrash als Death Metal bekommt man dann mit „Disturbing Roars At Twilligt“ serviert. Auch dieser Song geht ein sehr hohes Tempo und lässt einen schon nach acht Minuten Hördauer ins Schwitzen kommen. Der Titeltrack treibt einen dank Drummer Jeremy Bradley weiter voran. Eine echtes Mega Highlight ist dann „Enter The Witch House“, denn dieses Monster ist dank seiner mittelschnellen Passagen sehr eingängig und ist trotz des hohen Headbanging Anteils ein wenig Entlastung für den Nacken. Mit ‟Annihilation Prayer” heißt es dann wieder Vollgas voraus. Der Refrain hämmert sich Stück für Stück einfach in die Ohrwindungen, was an den Leadgitarren liegt. Ein wenig schwächer als seine Vorgänger kommt dann, trotz genialer Gitarren Riffs „Venomous Procession“ daher. Mit Vollgas rauscht dann „On Top Many Layers Of Horror“ an einem vorbei. Doch trotz der giftigen Stimme von Harris, bleibt dieser Song hinter allen andern zurück. Deutlich besser dank des hohen Anteils an Thrash Metal Elementen ist dann wiederum „Black Forms Materialise„. Der Refrain ist bei einem Live-Konzert vermutlich ein Moshpit Auslöser. Das Mega Highlight kommt mit „Judas In Hell be Proud“ kurz vor dem Ende des Albums um die Ecke gebogen. Die beiden Gitarristen Steve Redmond und Bobby Phippins liefern sich Messerscharfe Riff Duelle und der Song kommt durch den Mix aus gutem alten Thrash und Death Metal richtig gut rüber. „On Wyverns Wings To Oblivion“ beendet dann nach 45 Minuten das Album eindrucksvoll.

Nummer 4 lebt!

Mit dem vierten Album ‟Indisputably Carnivorous” hat die Band ein geniales Album geschaffen. Das Tempo ist beeindruckend und die vielen Riffs laden einfach zum Headbangen ein. Die Nackenmuskulatur wird sehr stark beansprucht. Die Songs sind Grund solide aufgebaut und beinhalten alles was man braucht. Zwar gibt es den ein oder anderen Song, der etwas schwächelt, doch im Großen und Ganzen ist das Album sehr ordentlich konzipiert. Das Album ist in keiner Sekunde langweilig und es überrascht sogar hin und wieder.  Die Melodien sind sehr eingängig und die Gitarrensoli beeindrucken sehr. Daher bleibt uns am Ende nichts anderes übrig als 5/6 Punkte mit auf den Weg zu geben.

 

 

Für alle Fans der großen Metaller von Helloween wurde ein Traum war.  Mit dem gleichnamigen Album „Helloween“ ist ein neues Album der Pumpkins auf dem Markt. Wir haben es gewagt und einen Blick auf das neue Langeisen riskiert.

Hymnen, Hymnen und noch mehr Hymnen

Schon mit dem sieben Minuten Opener „Out For The Glory“ wird man in die Vergangenheit der Metal Historie versetzt. Dieser epischer Auftakt zeigt, dass die Mannen es noch immer draufhaben. Einen Refrain, den man einfach mitsingen muss, erwartet euch dann in „Fear Of The Fallen“. „Best Time“ könnte auch ein Song aus den Helloween 80-er Jahren sein. Geniale Riffs und eine Melodie die man so schnell nicht vergisst. „Mass Pollution“ ist dann etwas Abwechslung in dem Hymnen Bombardement. Grandiose Gitarrenriffs und ein Refrain der zu „Raise Your Fist“ Momenten förmlichst einlädt. Ein Highlight ohne Wenn und Aber ist dann „Indestructable“. Dieser Song ist zwar etwas untypisch für jeden eingefleischten Helloween Fan, doch lockert auch dieser Song das Hymnenbild etwas auf. Einen Chorus braucht jedes epische Hymnen Album. Dieses Klischee bedienen die Mannen von Helloween in „Robot King“ sehr gut.  „Skyfall“ ist ein gelungener Song, in dem das ganze Spektrum der Band abgebildet wird, aber aufgrund seiner Länge von 12 Minuten ist er eine echte Herausforderung.

Bombastisches Feuerwerk

Mit Ihrem gleichnamigen Album haben die Mannen von Helloween so ziemlich alles richtig gemacht. Ein guter Mix aus modernem und klassischem Metal. Jeder Song für sich selbst ist schon ein Highlight und lässt jedes Power-Metal Herz höher springen. 73 Minuten epischer und genialer Metal erwartet euch. Man hat sich sehr viele Gedanken beim Songwritting gemacht. Kein unnötiges Füllmaterial ist auf dem Langeisen vorhanden. Fette Gitarren Riffs, grandiose Melodien und Refrains die sich in die Gehirnwindungen brennen. Trotz der Länge einiger Songs kommt keine Langeweile auf, denn es wurden immer wieder Songs zum Auflockern eingebaut, die das Album zu einem echten Genuss machen. Live vermutlich noch besser als auf der Silberscheibe. Daher bleibt uns am Ende nichts anderes übrig, als 6/6 Punkte, ein „Hell Yeah“ und „we are unworhty“ mit auf den Weg zu geben.

 

 

 

Eigentlich ist ein Album Release immer ein freudiges Ereignis ein jeder Band. Die Fans freuen sich und schauen auf die ganzen Magazine, wie sie das Album bewerten. Doch irgendwie scheint das bei Fear Factory nicht ganz der Fall zu sein. Der Sänger verlässt die Band, es gibt einen Streit über die Namensrechte, die verbleibenden Mitglieder versuchen alles um das Schiff auf Kurs zu halten, doch recht gelingen will es nicht. Am Ende ist dann doch ein Album entstanden. Doch eins kann man festhalten, der Restart der Band ist gehörig ins Wasser gefallen.

Solide oder Chaos?

Recode“ macht den Auftakt in ein, wenn man dem Titel des Albums vertraut, ein durch Aggression geprägtes Album. Doch was einen mit dem Song erwartet ist alles andere. Zwar gibt es einige Passagen, die aber wieder durch Synthies und einen kitschigen Refrain zunichte gemacht werden. Richtig aufs Fressbrett gibt es dann mit „Disruptor“ dank der treibenden Drums. Der Titeltrack ist dann eine gute Mischung aus Härte, Klargesang und einer gehörigen Portion Aggressivität. So geht es dann auch mit „Fuel Injected Suicide Machine“ weiter, denn man wird dank der Drums durch den Song getrieben und hat danach einige Nackenschmerzen. Ein echtes Highlight ist dann „Collapse“. Markerschütternde Growls bohren sich förmlich in den Kopf. Einfach gesagt, Aggression pur!

Sehr solide, doch Qou Vadis Fear Factory

Also das Album selbst, ist ein echt solides Brett. Das Rad kann man halt einfach nicht neu erfinden. Die Mannen von Fear Factory haben alles in das Album gepackt, was man braucht. Eine Gehörige Portion Aggressivität, viele Growls, treibende Drums und Klargesangphasen. Jeder Song ist etwas Besonderes, denn man weiß nicht was einen erwartet. „Aggression Continuum“ ist einfach gesagt ein Guter Genre Mix der ein bisschen mehr hat als der reine Standard. Zwar hätte es für unseren Geschmack noch etwas mehr Aggressivität vertragen können, aber das ist dann schon wieder der individuelle Geschmack. Die Länge des neuen Werkes ist gut gewählt und einige Songs wie „Collpase“ oder „Fuel Injected Suicide Machine“ fressen sich einfach Ihren weg in die Gehörwindungen und sind echte Highlights. Auf Füllmaterial hat man verzichtet, wo es ging. Daher bekommt das Album von uns 5/6 Punkte mit auf den Weg.

Doch die eigentliche Frage stellt sich erst jetzt, wo geht es mit Fear Factory hin? War dies das letzte Album unter diesem Namen? Gibt es einen Restart mit neuem Sänger unter neuem Namen oder doch noch eine Wende? Auf jeden Fall sollten sich alle Fear Factory Fans dieses Album zulegen in weiser Voraussicht.

 

Die Metaller von „Pandemic“ sind schon über eine Dekade im Geschäft. Ihre Songs sind Heavy Metal in Reinform. Nun kam das erste Album „Global Collapse – Disease X“ auf den Markt. Wir haben einmal reingehört und uns ein Bild über das Langeisen verschafft, denn wer kauft schon eine Katze im Sack.

Heavy Metal der alten Schule

Der Opener „Dystopia Now“ startet mit eindrucksvollen Gitarrenriffs und leitet das Album sehr gut ein, bevor dann „God Versus God“ aufs Gaspedal drückt. Die harten Gitarren Riffs brennen sich einfach ins Gedächtnis ein. Für alle Headbanger und Stampfer unter euch ist dann „Into The Abyss“ der perfekte Song. Guten Thrash-Metal mit schönen Breakdowns präsentieren die Jungs euch mit „Embrace The Void“. Ein wenig aufs Gemüt schlägt dann „Horrific Pandemic“. Die Schwere der Gitarrenriffs und die düstere Stimmung, die aufgebaut wird, frisst sich förmlich ins Herz und passt perfekt zur aktuellen Lage. „Elysion“ lässt einen am Ende dann etwas zur Ruhe kommen, was nach dem Feuerwerk, welches die  Band bis dahin abgefeuert hat, notwendig ist.

„Global Collapse – Disease X“ – Feuerwerk oder Rohrkrepierer  

Das erste Album ist immer das schwerste, denn man weiß am Anfang nicht was gut ankommt oder auch nicht. Beim ersten Hördurchlauf blieben uns nur wenige Songs im Gedächtnis haften. Die Ausnahmen waren „God Versus God“, „Global Collapse“ und „Horrific Pandemic“. Erst beim zweiten und dritten Durchlauf blieben mehr Songs im hängen, was für das Album spricht. Beim Songwriting hat man sich sehr viel Mühe gegeben und sogar die aktuelle Lage sehr gut eingefangen. Eigentlich macht es Spaß, die Songs zu hören, doch die Produktion des Albums „Global Collapse – Disease X“ ist nicht so gut gelungen. Bei voller Lautstärke klingt alles sehr dumpf und vermindert den Spaß beim Hören des abwechslungsreichen Albums. Auf das sollte beim nächsten Langspieler geachtet werden, denn ein Album in heutiger Zeit muss nicht schlecht klingen. Langeweile kam in den 39 Minuten nicht auf und mit 9 Songs war auch kein unnötiges Füllmaterial zu bemerken. Das Album ist keine Bombe aber auch kein Blindgänger und daher gibt es von uns 4/6 Punkte und ein „Next Time Better“ mit auf den Weg.  

Pandemic sind:

Nils Papke (Vocals, Guitars)

Oliver Happ (Guitars, Backing Vocals)

Klaus Petig (Bass, Backing Vocals)

Sven Maier (Drums)

 

Rise Against haben nun mit „Nowhere Generation“ ihr nächstes Album auf den Markt gebracht. Es folgt auf das recht erfolgreiche Album „Wolves“ aus dem Jahr 2017. Wir haben uns das Album einmal betrachtet, denn Katzen in Säcken brauchen wir ja alle nicht.

Mit „The Numbers“ zu Beginn liegt einem wegen der düstern Stimmung ein Kloß in der Magengrube, denn es wird klar, dass wieder sehr viel politische Statements enthalten sind. Guten altes Punk Geschrammel und eine Melodie, die sich im Kopf festsetzt, bekommt Ihr dann mit „Talking To Ourselves“. Ein bisl härter kommt dann „Monarch“ daher. Nach 42 Minuten endet das neunte Werk der Punkrocker mit „Rules To Play“ welches sich wie Anfangs „Talking To Ourselves“ im Kopf festsetzt.

Politische Statements an jeder Ecke

Wie schwer es einem gemacht wird, seinen Traum in Amerika zu leben und was für Steine einem in den Weg geworfen werden, zieht sich wie ein Roter Faden durch das Album. Die Verzweiflung und Hoffungen die in dem Album verarbeitet wurden, werden einem nicht extrem um die Ohren geschossen, sondern moderat eingeflüstert. Thematisch kann man nur einen sehr guten Aufbau bescheinigen. Trotzdem hören sich viele Songs recht ähnlich an und bringen bei einem vollständigen Durchlauf ein wenig Langeweile mit sich. Am Ende bleibt uns nur eines übrig, nämlich 5/6 Punkte zu vergeben für das neue Album „Nowhere Generation“

 

 

Das neue Album „Creatures Of The Dark Realm“ der Power-Metaller von „Bloodbound“ kommt optisch etwas anders daher, als man erwartet hat. Es macht den Anschein als wäre es ein Thrash Metal Album, wenn man das Cover und den Titel betrachtet. Dieser Verwirrung sind wir auf den Grund gegangen, denn wenn sich etwas verändert hat innerhalb der Ausrichtung der Band, dann möchte man das ja auch wissen.

BLOODBOUND – Was steckt wirklich drin

Nach dem Intro „The Creatures Preludium“ geht es auch mit dem Titeltrack voll rein in die Power Metal Schiene, die einem einfach Spaß machen muss. Mir ging es jedenfalls bei jedem Hördurchgang so. Zwar schwingt immer mit „das habe ich schonmal irgendwo gehört und ist nichts neues“ und trotzdem macht schon der Titeltrack sehr viel Spaß. „When Fate Is Calling“ reißt einen neben den Gitarrenriffs der Refrain einfach mit. „Eyes Come Alive“ ist eine gute Mischung aus Härte und Orchestralen Chören. „The Gargoyles Gate“ könnte man als die epische Hymne des Albums betiteln. Nach gut 45 Minute beschließt dann „The Wicked And The Weak“ das Album, auf dem ein buntes Potpourri der unterschiedlichsten Melodien zu hören ist. Der Song gibt am Ende nochmal richtig Gas und zeigt klar auf, dass auch bei allen möglichen Vergleichen mit anderen Bands, das Bloodbound einen eigenen Stil pflegt.

„Creatures Of The Dark Realm“ – Fast perfekte Punktlandung

Wenn man das neue Album „Creatures Of The Dark Realm“, dann muss man sagen, dass die Melodien einfach gelungen sind. Es gibt viele Songs, bei dem man mitsingen kann. Auch hat man epische Chöre mit eingebaut die einen Umhauen. Das Album ist auf einem sehr hohen Niveau, wenn man es losgelöst von Bands wie Sabaton, Gloryhammer, Rhapsody oder Avantasia betrachtet, denn eines ist klar, dass Rad kann man einfach nicht neu erfinden. Irgendwann klingt in einem Genre wieder mal eines wie das andere. Trotzdem ist das Album Konsequent durchdacht und für jeden Liebhaber des Genres ist etwas dabei. Daher bleibt uns am Ende nicht viel mehr übrig als 5/6 Punkte zu vergeben und ein „We Are Creatures Of The Dark“ mit auf den Weg zu geben.

 

 

Debütalben sind immer etwas Besonderes, denn man bekommt etwas Neues präsentiert. Doch dieses Mal ist das Debütalbum der Metaller von „Hellryder“ etwas ganz Besonderes, denn die Metal Combo, welche in Anzügen auf der Bühne stehen wird, setzt sich aus Musikern dreier Bands zusammen, welche jeder von euch kennt. Zum einen sind das Chris Boltendahl und Axel Ritt von Grave Digger. Hinzu kommt Tim Breideband von Bonfire der die Felle vermöbelt und Steven Wussow von Orden Ogan, welcher den Bass zupft. Schon die Namen lassen das Herz höherschlagen. Doch ob die Vorschusslorbeeren am Ende gerechtfertigt sind, wird sich zeigen, denn wir haben einmal genau hingeschaut und das Album auf Herz und Nieren geprüft.

„The Devil Is A Gambler“ und wie er spielt wird sich zeigen

Mit dem Opener „Hellryder“ bekommt man guten, klassischen Heavy Metal vorgesetzt. Die Stimme von Chris Boltendahl erkennt man nicht sofort, doch seine einmalige Stimmfarbe erkennt man im späteren Verlauf des Albums doch ganz klar. Volles Programm auf Gaspedal drückt dann aber „Sacrifice In Paradise“. Einen sich ins Hirn fressenden Refrain bekommt Ihr dann mit „Night Rider“ geliefert. Ein wenig an den guten, alten Heavy Metal aus den 1980-er Jahren erinnert dann „The Devil Is A Gambler“ denn es wurden beeindruckende Halleffekte eingebaut. „Faceless Jesus“ oder „Chainsaw Lilly“ sind die besten Beispiele für den klassischen Heavy Metal auf dem Album. „I Die For You“ sorgt mit dem Refrain für Raise Your Fist Momente. „Bad Attitude“ besticht durch die Gitarren Soli von Axel Ritt, der zeigt was in ihm steckt. „Passion Maker“ kommt im Mid-Tempo daher und mit „Harder Faster Louder“ geht es danach in die entgegengesetzte Richtung. Außerdem ist der Song eine kleine Hommage an das Wacken Open Air. Mit dem Bonussong „I Don’t Wanna Die“ ist die Scheibe dann auch schon nach 39 Minuten zu Ende.

HELLRYDER – Der Teufel hat gut gespielt

Das Projekt der vier Metaller aus drei Bands liefert richtig guten klassischen Heavy Metal. Die Vorschusslorbeeren wurden zurecht verteilt. Zwar schwächelt an der ein oder anderen Ecke das Album etwas und ein wenig Langeweile tritt auf. Aber alles in Allem ist das Album für ein Debütalbum sehr stabil. Einige Songs wie „Sacrifice In Paradise“ oder der Titeltrack bleiben im Kopf hängen. Auch „Knight Rider“ ist sehr Hitverdächtig und bleibt einem auch nach 40 Minuten Spielzeit im Gedächtnis hängen. Guter alter Heavy Metal der 80er im neuen Gewand. Es steckt weniger Grave Digger drin als erwartet, denn die Stimme von Chris Boltendahl ist sehr markant. Uns bleibt daher am Ende nichts anderes übrig als 5/6 Punkte zu vergeben für das Debütalbum „The Devil Is A Gambler“

 

 

Das neue Konzept Album „The Witch Of The Nord“ des Hexenzirkels der Burning Witches ist nun auf dem Markt. Die Tour freie Zeit nutzen die Metallerinnen aus der Schweiz um nur ein Jahr nach Ihrem letzten Album „Dance With The Devil“ nun das nächste Langeisen zu veröffentlichen. Wir haben das Album daher für euch einmal unter die Lupe genommen und geschaut, was die fünf Hexen in Ihrem Kessel zusammengebraut haben.

Mehr als nur einfacher Power-Metal

Schon nach dem Intro „Winter’s Wrath“ zeigen die fünf Hexen, dass Sie einiges auf Lager haben, denn mit dem Titelsong gibt es gleich die ersten harten Riffs um die Ohren geballert und auch die Soli können sich sehen lassen. Mit „We Stand As One“ wurde für die Stampfer unter ein Song geschaffen, welcher es in sich hat. Harte Riffs und treibende Drumms lassen euch keine Sekunde stillstehen. Weiter voran getrieben werdet Ihr dann mit „Flight Of The Valkyries“. Dabei überzeugt „Laura Guldemond“ besonders mit Ihrer variablen Stimme. Ein echter Ohrwurm, welcher sich ganz tief in euren Kopf frisst, ist dann „The Circle Of Five“. Eine Ballade darf natürlich auf keinem Power-Metal Album fehlen und so ist es auch auf diesem Album. „Lady Of The Woods“ bedient dieses Klischee sehr eindrucksvoll. Für alle Headbanger unter euch ist dann „Thrall“ eine perfekte Nummer. Richtig belastet wird dann aber eure Nackenmuskulatur mit „Nine Worlds“. „Dragon´s Dream“ wird durch harte Gitarrensoli bestimmt. Nach einer Stunde beschließt dann „Hall Of The Mountain King“ das Konzeptalbum äußert eindrucksvoll.

The Witch Of The North“ ein Kraftpacket pur

Ein durchaus kraftvolles Album was die Schweizerinnen zusammengeschmiedet haben. Sie haben es geschafft, moderner zu klingen, ohne den Traditionellen Metal aus den Augen zu verlieren. Das Album hat Hand und Fuß und es sind keine unnötigen Filler enthalten. Insgesamt sehr angenehm und sehr abwechslungsreich, ohne dass einem langweilig wird. Man fühlt sich unter anderem an die gute alte Zeit von Grave Digger erinnert. Das Feuer der Hexen fängt an richtig zu brennen, denn das Album ist das bisher durchdachteste und beste Album was auf dem Markt ist. Es ist zwar noch jede Menge Luft nach oben, doch schon jetzt ist „The Witch Of The North“ das gelungenste Album der Bandgeschichte. Uns bleibt daher nichts anderes übrig als 6/6 Punkte zu vergeben sowie ein „Hell Yeah“.