Schweren Herzens hatten im letzten Jahr die Veranstalter des Hell Over Halen Festivals wegen der Corona Pandemie das Festival verschieben müssen. Nun, nachdem alles gelockert wurde konnte das neue Festival im fernen Halen durchstarten. Aber wegen der im Vorfeld unklaren Lage nur als 1-Tagesausgabe, doch wir wissen aus sicherer Quelle, dass es im kommenden Jahr nicht bei dem einen Tag bleibt und man vor Ort auch campen kann. Mit knappen 400 Besuchern war die Geburtsstunde des HOH auch ein großer Erfolg. Es war noch Platz für ein paar Metalheads mehr auf dem Gelände und daher sei euch, die nicht dabei waren gesagt, Ihr habt was verpasst.

Ja das geht ab, Halen rockt die Ganze Nacht

Highnoon in Halen und mit No Rest For Jane betraten die Berliner Death Metaller um Frontfrau Anna die Bühne. Eine Stimme die es in sich hat und mit „Death Angel“ gab es dann auch richtig was auf die Ohren. Beeindruckend und einfach Klasse doch nach 30 Minuten mussten sie die Bühne leider verlassen denn die Hard Rocker von Saint Lilly aus dem nahen Oldenburg standen schon in den Startlöchern. Mit ihrem „Thunder Down“ knallten sie einen sehr intensiven Song raus der einen in Bewegung versetzte. Leider ging der Auftritt schnell zu Ende denn irgendwie ging die Zeit verdammt schnell vorbei. Doch De Winnewupps, welche auch die HOH Hymne geschrieben hatten, zogen mit ihrem Plattdeutschen Rock die ganzen Metaller vor Ort in Ihren Bann und das ist „Nich so eenfach“ 

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Nach ein wenig gewerkel auf der Bühne machten Rapture ein wenig Dampf im Kessel. Mit „Maxima Hormiga“, „After The Bridge“ und „Suicide Net“ rissen sie die Bühne fast förmlich ab und vor der Bühne flogen die ersten Haare im Kreis. Doch irgendwie gingen die 45 Minuten leider wie im Flug vorbei und Clear Sky Nailstorm enterten die Bühne. Mit im Gepäck hatten die Thrasher den Titeltrack ihres aktuellen Album „The Deep Dark Black“ sowie „The Toxic Ages“. Das Set-up war eine Lizenz zum dauerhaften Headbangen. Nach 45 Minuten war der Auftritt leider zu Ende und mit Mount Atlas gab es dann fetten Hardrock, harte Gitarrenriffs in Kombination mit einer blubbernden Hamond Orgel auf die Ohren. Ein wenig überraschen war dann, das man Hansi Kecker, der schon mit Szenegrößen wie Manowar und Zed Yago unterwegs war, am Keyboard stand. Dieser hatte sich innerhalb von einer Woche das komplette Set einverleibt. This is Awesome! Man merkte auch keinen unterschied im Sound der Oldenburger Rocker. „Down to Earth“, „Titan“ oder jeder andere Song auf der Set-List waren ein Kracher. 

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The Final Countdown

Nach dem einstündigen Auftritt musste dann auf der Bühne geschraubt und gewerkelt werden, denn langsam bog das HOH auf die Ziel Gerade ein. Mit Suicidal Angels ging es dann in die vorletzte Kurve. Thrash Metal vom feinsten präsentierten die bei Nuclear Blast unter Vertrag stehenden Griechen. Wer bis dahin nicht in Schwung gekommen war, konnte nun nicht mehr still stehen. Haare flogen im Kreis, ein Circle Pit entstand und mit „Bloody Ground“ ging dann die Party richtig ab. 75 Minuten Vollgas und viele erschöpfte Metaller die während der Umbauphase die Getränkestationen in beschlag nahmen, zeigten das eben auf der Bühne ganz großes Kino war. 

Nachdem sich alle ein wenig gestärkt hatten wurde es etwas düsterer, denn die Dark Metaller von Nachtblut betraten die Bühne. Sie zeigten aber nicht ihr „Kaltes Herz“ und liefen ein wenig „Amok“ bevor sie die „Frauen aus Bayern“ besangen und am Ende fragten „Was is‘ denn los mit dir“. Ein Wahnsinns Aufritt der Mannen aus Osnabrück. Auch hatte Asenblut Fronter Tetzel einen Gastauftritt, bevor er anschließend mit seinen Mannen die Bühne betrat.

Nun auf der Zielgeraden wurde dank Asenblut der Turbo gezündet. Es war eine „Wilde Jagd“ denn man stand „Seite an Seite“ um dann zum „Berserker“ zu werden. Zwar waren es mehr als „300“ Metaller beim Hell Over Halen Awekening, doch der Song passte wie die Faust aufs Auge. Es war keine „Bittere Wacht“ sondern ein Metalfest der Extraklasse was die Veranstalter auf die Beine gestellt hatten. 

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Nachbrenner

Den Nachbrenner zündeten dann Sector um Fronter Nils. Die Jungs feuerten aus allen Rohren bis die Bühne quasi abbrannte, denn wer braucht die nach so einem Auftritt noch, denn es ist ja Altmetall. Live klingt das aktuelle Album „Digital Voodoo“ einfach noch viel besser. Joar dann war auch Schluss in Halen und die Metaller gingen dann langsam zu Ihren Fahrzeugen und die Lichter erloschen langsam. Das Festival war nach mehr als 14 Stunden zu Ende und hat mehr als nur begeistert. Daher solltet Ihr euch das Hell Over Halen für das kommenden Jahr merken und euch ein Ticket sichern. Es lohnt sich!

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Mehr als nur Musik

Musik ist das Salz in der Suppe doch ohne Pfeffer schmeckt das beste Essen nicht und gehört einfach dazu. So versorgten die Odins Schenke die Metalheads mit leckerem Trunk. So gab es Gin, Rum, Vodka oder Met zum verköstigen und man konnte jede Buddel erwerben. Für die Bierliebhaber war der Bier Pilz der Anlaufpunkt und im Merchandise Zelt konnte man den Met vom Festival auch in sein Horn füllen. Wer HOH zu Hause im Garten haben wollte, der konnte sich eine Feuertonne kaufen oder eine spezielle LED Lampe für den Schreibtisch. Auch gab es Pulled Pork Burger oder die gemeine Bratwurst mit Kartoffel Stäbchen für die hungrigen Metaller.

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Wacken Foundation 

Alle die sich ein wenig mit Metal, Bands und Wacken beschäftigt, der kennt die Die Wacken Foundation. Wenn nicht dann sei euch gesagt das ist eine anerkannte gemeinnützige Stiftung, die sich der Förderung von Hard- und Heavy-Metal-Musik verschrieben hat. So kann sich grundsätzlich jeder Künstler und jede Band aus der Heavy-Metal-Szene durch die Wacken Foundation fördern lassen. Daher waren die Jungs und Mädels auch in Halen und haben sich präsentiert. Mit coolen Aktionen wie Torwand schießen oder einer Tombola zogen sie die Metaller in den Bann. Die Musikszene braucht Support und ohne die Foundation sähe es sehr dunkel und es gäbe kein Licht am Ende des Tunnels. Wenn ihr denkt, das Wacken das Geld einstreicht, dann seid ihr auf dem Holzweg. Die Foundation trägt sich selber und Wacken bekommt keinen einzigen Cent. Wenn Ihr ein wenig helfen wollt, dann solltet ihr an dieser Stelle einfach ein wenig lesen.

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Was am Ende übrig bleibt!

Joar, Jahr eins nach Corona im Bereich der Festivalwelt. Die Musik ist nicht leiser geworden doch ein wenig zurückhaltend sind die Menschen dann doch noch. Der Vorverkauf des HOH lief ein wenig zäh an doch die Abendkasse hat dann einen massiven Zustrom gehabt. Das liegt vermutlich an der aktuellen Lage denn man weiß halt immer noch nicht, findet es wirklich statt. Es gibt auch viele Verschiebungen bei den Festivals und dadurch Überschneidungen. Daher ist es gut, dass das HOH im Mai startet und sich aus dem Gewusel heraushält. Auch das familiäre Flair ist ganz großes Kino und macht das Festival besonders. Es bleibt nur zu sagen „Keep calm, rock up your life and bang your head @ Hell Over Halen“