Letztes Wochenende war unser frischer Pulverjunge Dirk Donkeyman beim Stadtfest Gronau neben dem legendären rock´n´popmuseum unterwegs.  Nach dem Gig gab es die Gelegenheit sich mit den Stoner Rockern von Gum Bucket zu plaudern.

S&B: Ahoi, im Westmünsterland und in den Niederlanden seid ihr ja bekannt wie ein bunter Hund, mögt ihr euch für unsere Leser kurz vorstellen und seit wann genau gibt´s euch eigentlich genau und wie habt ihr euch gefunden?

GB Uwe: Wir sind eine norddeutsche Rockband der „Best Ager“ und spielen unsere Songs mit viel Liebe, einem dicken Sound und jeder Menge Energie. Wir spielen live und laut mit zwei rauen Gitarren, einem Killer-Bass, einer einzigartigen Stimme und einem groovyen Schlagzeuger. Entstanden sind wir vor rund 12 Jahren, also im Jahr 2010. Anfangs als Namenlose Band in komplett anderer Besetzung, wovon nur Hügi und ich übriggeblieben sind. Schließlich stießen Markus, Stefan und zuletzt unser Drummer Simon dazu. Irgendwie, vielleicht mit etwas Magie oder Schicksal, entstand so die beste Formation, die wir je hatten. Vor allem menschlich. Ich liebe sie alle!

S&B: Einer meiner Standardfragen, die ich mir auch selbst bei so manchen Bandnamen stelle, ist ja immer, wie der Bandname entstanden ist und ob hinter der Namensgebung vielleicht eine lustige Geschichte steckt. Wie sah es bei euch aus?

GB Uwe: Der Bandname ist eher aus einem Impuls entstanden. Das Kind musste einen Namen haben…So hatte jeder seine Vorschläge eingebracht und einer davon war letztendlich Gum Bucket. Wir fanden ihn halt witzig und es gab den Namen noch nicht. Das war uns wichtig.

S&B: Kaum eine Band, die ich bisher live erleben durfte, wirft in ihrer Beschreibung so viele Genre in einen Topf, wie ihr. Von Stonerrock, Grunge, Alternative Rock, Power Rock über Cross-Over bis zum Garage Rock ist die Rede.  Wenn man mal vereinfacht fragt, welche 3 Bands haben euch bzw. Euren Sound am meisten beeinflusst?

GB Uwe: Was den Musikalischen Einfluss betrifft, ist da in erster Linie der persönliche sehr Unterschiedliche Geschmack der Bandmitglieder zu nennen. Markus ist ein Fan von Led Zeppelin und U2. Hügi mag von Stoppok über Filter und Billy Talent alles. Stefan ist Guns´n´Roses Fan durch und durch. Simon ist ein Foo Fighters Jünger und ich bin mit AC/DC, Iron Maiden, Ozzy und Co groß geworden.

Da ist der Musikalische Input vielfältig. Und das ist auch das spannende und gut so.

Wir suchen immer nach neuen Sounds und Stilrichtungen.

Das macht unsere Mucke auch abwechslungsreich, wie ich finde.

S&B: Ihr habt in den letzten Jahren schon einige Songs produziert. Welchen Gum Bucket Song würdet ihr am liebsten beim Einzug in ein Box Match spielen?

GB Uwe: Das wäre wohl „Best For Last“ Der Song knallt gut und war jahrelang unser letztes Stück im Set. Das Beste kommt zu Schluss halt….

S&B: Und gibt es einen Song, der Euch besonders wichtig ist und auf jedem Gig gespielt wird? Falls ja, welcher Song ist das und warum darf er nicht fehlen?

GB Uwe: Das ist eindeutig unser Song „Touch the Sky“, damit eröffnen wir inzwischen jede Show.

S&B: Gibt’s ein Gum Bucket Konzert an, das ihr euch immer wieder gerne erinnert?

GB Uwe: Mein persönliches Konzerthighlight war der Auftritt vor 3000 Leuten bei der Enthüllung der Lindenbergstatue in Gronau.

Aber das ist subjektiv und da wird Dir mitunter jeder eine andere Veranstaltung nennen.

S&B: Eine gute Fee gibt euch die Superkraft durch die Zeit reisen zu können und die Möglichkeit eine Band als Support Act zu begleiten. In welchem Jahr und bei welcher Band landet ihr?

GB Uwe: Als oller AC/DC Fan natürlich würde ich ins Jahr 1978 reisen. Als Vorband für AC/DC mit der Powerage LP im Gepäck, das ist mein persönliches Lieblingsalbum mit Bon Scott, da krieg ich beim Gedanken dran schon eine Monstergänsepelle.

GB Stefan: Ach, AC/DC, für mich wäre es der zweite Juli 1991, als Guns´n´Roses ein Konzert in St. Louis abgebrochen haben und die Fans daraufhin das komplette Riverport Amphitheater zerlegt haben, unterbrach Gunners Fan Stefan.

S&B: Nachdem ihr nun frisch die EP „From Inside“ veröffentlicht habt, worauf dürfen sich Fans im nächsten Jahr freuen? Ist vielleicht eine LP geplant?

GB Uwe: Wir werden im Herbst und Winter wieder an neuen Songs arbeiten, wenn die Bandkasse es wieder hergibt. Wir sind halt alle Amateure, die noch ganz normal arbeiten gehen müssen und auch familiär gebunden sind. Gemeinsame Schaffenszeit muss da erstmal freigeschaufelt werden. Aber am vierten November spielen wir nochmal live in Ratingen, da freuen wir uns sehr drauf. Komm doch gerne vorbei, das wird unser letzter Live-Gig in diesem Jahr sein.

S&B: Sehr gerne und vielen Dank für eure Zeit, sowie für dieses kurze Interview!

 

Am späten Sommerabend klingelte das Redaktionstelefon und die Mannen von RISE OF KRONOS waren an der Leitung. Kurzerhand gaben die Tim und Jhonnie uns ein kleines Interview.

S&B: Wie seid ihr eigentlich auf den Namen der Band gekommen.

ROK -Tim: Joar, wir sind eigentlich unter dem Namen „Surface“ gestartet und hatten zehn erfolgreiche Jahre. Doch nachdem wir unser Album „River Of Souls“ rausgehauen hatten merkten wir das es irgendwie stagnierte, weil wenn man Online den Namen eingegeben hatte, dann bekam man alles andere als die Band heraus. Daher musste ein neuer Name her.

ROK – Jhonnie: Ja das zweite Album von Surface hieß Rise Of Kronos und da man einen neuen Namen brauchte, war somit eine Brücke geschlagen von der alten Band zur neuen.

S&B: Ihr seid ja voll am Durchstarten und habt euer Album rausgehauen so kurz nach dem Lockdown. Wann habt ihr das Album eigentlich begonnen

ROK – Tim: Ja das Album wurde komplett im Lockdown geschrieben und produziert

ROK – Jhonnie: Ja und das war sehr spannend denn wir hatten ja in Hamburg die Ausgangssperre und da wir von Eike und Danny aus den Chamäleon Studios eine Bescheinigung bekommen hatten, dass wir das berufsmäßig machen und durften wir auch nach 22 Uhr noch etwas an dem Album schrauben.

S&B: Aufm Schirm hatten wir euch erst beim Metalhornz Festival von der Chrissi Ferdinand. War das euer erster Gig in der Saison oder wart ihr vorher schon unterwegs

ROK – Jhonnie: Nein das Metalhornz war unser zweiter Gig, denn wir waren zuvor auf dem Metal Frenzy. Wir waren da auch ein wenig im Tour Modus und etwas geschlaucht. Aber das gehört doch auch dazu.

S&B: Ihr kommt ja aus Hamburg und für Bands ist das Pflaster nicht gerade einfach. Wie schwer ist es sich da durchzusetzen bei der Fülle an Bands

ROK -Tim: Man muss sehr viel Spielen, Präsenz zeigen und Spaß dran haben. Aber es kann sein das unser eigenes kleines Festival, das „Unleash The Kraken“ was in die elfte Runde geht, zum Erfolg geführt hat. Aber auch unsere Genre Zugehörigkeit im Death-Metal gehört dazu.

S&B: Wenn ihr auf Tour seid, was für Musik läuft bei euch im Radio?

ROK – Tim: Och das ist unterschiedlich. Unsere eigene Musik läuft eigentlich gar nicht. Es kann sein das es mal nen Podcast ist oder Retro 90.er oder aus dem Death-Metal Genre.

S&B: Gibt es irgendeine Scheibe eurer eigenen Plattensammlung, die euch peinlich ist?

ROK – Tim/Jhonnie: Ne da gibt es nichts, denn jede Musik hat ihre Berechtigung und daher ist da nichts wirklich peinlich

S&B: Ist euch bei euren Auftritten schonmal was Skurriles oder Verrücktes passiert?

ROK – Jhonnie: In der Rockfabrik Ludwigsburg, ist Tom die Stimme verreckt und Tim musste einspringen, aber das war nicht das schlimme, doch die kleine Bühne, auf der wir gespielt haben, war gefliest. Wer zur Hölle fließt eine Bühne, denn man muss nicht Schlittschuhlaufen.

S&B: Erinnert an Frozone aus „Die Unglaublichen“ und daher wäre nun eine Frage von uns, wenn ihr ein Superheld wärt, welcher wärt ihr und welche Superkraft hättet ihr?

ROK – Tim: Joar meine Superkraft wäre meine Haare lang und kurz wachsen zu lassen und mit denen alles Mögliche können wir Mr. Octopus und mein Kostüm wäre ein Lila Onesie.

ROK – Jhonnie: Ich könnte mich in einen Verstärker transformieren. Dann würde der perfekte Spind herauskommen und jede Klinke würde passen. Optisch würde es in die Richtung der Marshall Verstärker gehen.

S&B: Ihr seid echt kreativ, daher die nächste Frage. Wenn ihr eine Disney Prinzessin wärt, welche wärt ihr.

ROK – Tim: Raya weil ich voll geil mit dem Schwert abgeht und ne richtig gute Message rüberbringt.

ROK -Jhonnie: Arielle, denn die kann unter Wasser atmen, mit Tieren reden, was gibt es Geileres

S&B:  Wenn es bei euch brennen würde, welche zwei Dinge würdet ihr retten. Menschen und Tiere können sich selber retten. Es geht rein um die Gegenstände

ROK – Tim: Ein Bild, das mir Tom geschenkt hat, weil ich Trauzeuge bei seiner Hochzeit war. Wir stehen da alle auf er Bühne und lächeln uns an. Hoher Emotionaler Wert und den Laptop, weil da alles drauf ist

ROK – Jhonnie: Joar, Brieftasche und Laptop, denn das ist das wichtigste, weil die Dokumente wiederzubekommen ist echt anstrengend.

S&B: Wenn ihr ins Gras beißt, wo wollt ihr beerdigt werden und welche Musik würde laufen

ROK – Tim: Seebestattung, weil ich sehr in der nordischen Mythologie verhaftet bin und von Versengold „Haut kein Stein“

ROK – Jhonnie: Seebestattung und Knorkator mit Ferien in Algerien, die 13 Minuten müsste jeder dabei ertragen

S&B: Wenn ihr einen DeLorean hättet und einen letzten Sprung durch die Zeit machen könntet, in welche Zeit würdet ihr springen und mit wem würdet ihr auf der Bühne stehen wollen, um zu musizieren

ROK – Jhonnie: Ins gute alte 1983 um mit Metallica oder Exodus auf Tour gehen. Gutes altes Old School Bay Area Gezappel.

ROK – Tim: 1985 und mit Queen unterwegs gewesen sein, das wäre genial gewesen

S&B: Wenn ihr bei einem Date eure Flamme gegenüber mit einem Song eurer Band beeindrucken wollen würdet, welchen Song würdet ihr wählen

ROK – Tim/Jhonnie: Allegory of the Cave, denn der ist einfach die komplette Zusammenfassung des Albums und bietet verdammt viel Abwechslung

S&B: Wenn Ihr jungen Musikern, die gerade anfangen wollen Musik zu machen etwas raten könntet, was wäre das?

ROK – Jhonnie/Tim: Sucht euch coole Leute, werdet euch klar was ihr wollt und drauf los. Wichtig ist halt ihr Spaß habt und die Musik liebt, denn Musik ist die Sprache der Seele.

S&B: Wenn Ihr eine Wurst wärt, welche wärt ihr?

ROK – Tim: Eine Kackwurst

ROK – Jhonnie: Eine Currywurst, denn jeder mag die Currywurst

Wir sagen danke für diese heitere Interview und hoffen euch bald wieder Live zu sehen, denn euer Festival im Oktober reizt uns sehr. Wenn Ihr da draußen auch zu diesem Festival wollt, hier ist der Link dafür. Wir sagen daher nur noch, Keep calm, rock up your life and bang your head

 

 

An einem stürmischen Abend klingelte wieder mal das grüne Telefon und an der Strippe waren die Mittelalter/Fantasy Rocker von Fairytale. Also geschwind wurde der Rechner hochgefahren und die Kamera zum Laufen gebracht. Auf der virtuellen Couch saß dann fast die vollständige Band. Was diese uns zum Besten gab, das möchten wir euch nun erzählen.

S&B: Guten Abend und herzlich willkommen auf der virtuellen Couch der Redaktion. Ihr bringt nun das vierte Album „Winter Tales“ auf den Markt, was ja schon in ein paar Tagen sein wird, denn der 25. Februar ist sehr nahe.

Fairytale: Ja danke dafür erst einmal und schön, dass ich hier sein dürfen

S&B: Schön, dass ihr da seid. Ihr habt euch so einiges einfallen lassen mit dem neuen Album und daher die Frage, wo nehmt Ihr die Inspiration her, denn die Thematik eurer Alben ist doch sehr komplex

FT:  Inspiration kommt aus vielen Genres, denn so kommt einiges aus dem klassischen Metal aber auch aus der klassischen Musik bis hin zu spanischen Einflüssen. Jeder bringt etwas ein und dann bauen wir einen Song daraus. Komponieren tun bei uns eigentlich alle. Von Jasmin kommt zum Beispiel „Dreams“ der auf einen merkwürdigen Traum basiert. Aber das Grundkonzept basiert auf Gitarrenklängen auf dem wir alles aufbauen. Vieles setzt sich aber auch daraus zusammen, dass wir viel unterwegs waren.

S&B: Das klingt sehr spannend. Aber das Album ist ja in der Pandemie entstanden, wie schwer war es dieses 13 Song starke Album zu produzieren.

FT: Wir haben immer phasenweise bei Oli im Studio mit nur ein oder zwei Personen am Arbeiten. Es war kein gemeinsames Arbeiten und man konnte nur Stückchenweise weiterkommen. Was man sagen muss, wir waren sehr effektiv und das Album ging durch die viele Zeit, die wir hatten, sehr schnell vorwärts.

S&B: Das Band Line-Up hat sich bei euch ja verändert, war daran auch die Pandemie schuld?

FT: Zum Teil ja, aber auch ein wenig war die Orientierung und Ausrichtung der Band ein Problem und so sind nur noch Olli und Laura aus der Stammbesetzung mit dabei.

S&B: Ihr musstet viele Shows vermutlich absagen, wie schlimm war es denn insgesamt?

FT: 2020 sind 45 Shows ausgefallen und 2021 war nicht viel besser. Doch das hat dazu geführt das wir die neuen und alten Songs mit dem neuen Line-Up auch gut einüben konnten.

S&B: Ihr hattet aber in der Zwischenphase, wo es etwas gelockert wurde, den ein oder anderen Auftritt. Wie war das für euch? Hattet Ihr Lampenfieber?

FT: In Sindelfingen hatte Saskia ihren ersten Auftritt und das bei einem Streaming Konzert. Eigentlich sollte sie erst später zu uns stoßen und ihre Bühnenpremiere geben. Es gab aber auch noch einige andere Auftritte, doch diese waren auch etwas merkwürdig, weil man wegen des Lockdowns sich nicht gesehen hatte und nie zusammen geübt hat. Dann steht man vor den Leuten und muss spontan reagieren, weil es ja auch immer andere Regeln gab wegen der C19 Situation.

S&B: Ihr seid ja nun musikalisch eine Weile unterwegs. Doch eine Frage, die sich auch wegen der Situation mit Corona aufdrängt, ist, ob eure Eltern, als Ihr ihnen gesagt habt „Hey Ich machen Musik“, die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben und meinten „Lernt was vernünftiges“ oder euch unterstützt haben?

FT: Olli: Als meine Eltern waren nicht unbedingt begeistert und dachten das ich unter der Brücke Ende mit der Gitarre in der Hand und um Münzen spiele, doch das liegt vermutlich an der Generation von damals, denn ich bin ja auch nicht mehr der jüngste in der Band. Doch es war schon lange klar, dass ich Musiker werde, denn mit 8 Jahren habe ich schon komponiert.

Yasmine: Ich habe klassischen Musik studiert und hatte mit Rock und Metal wenig Berührungspunkte und auch mit der Musik die Fairytale macht. Doch mich hatte eine Freundin gefragt, ob ich nicht mitspielen möchte, da ich Geige beherrsche und singen kann. Aber meine Eltern waren etwas erstaunt und zweifelten an mir, weil in unserer Familie keiner musikalisch unterwegs war. Doch als sie das Fairytale Streaming Konzert gehört hatten wurde meine Mutter zum absoluten Fan

Saskia: Meine Eltern haben mich supportet. Ich studiere klassische Musik auf Lehramt und bin durch Zufall auf die Band gestoßen.

Laura: Ich habe mit Geige angefangen und es war schon klar, dass ich auf der Bühne etwas machen möchte. Nach 12 Jahren habe ich dann die Geige in die Ecke gestellt und habe mich um den gesangtechnischen Bereich bemüht. Ich bin dann auch per Zufall zu der Band gestoßen, denn man hatte mir gesagt, dass da eine Band eine Sängerin für Mystic Folk sucht und seid dem bin ich mit dabei.

S&B: Ist euch bei euren vielen Auftritten auch mal was Komisches passiert?

FT: Ja der Tontechniker hatte vergessen die Gitarre von Olli einzustecken. Dann Licht direkt auf Olli der will an zu spielen und der Ton war nicht da. Tausende Zuschauer guckten ihn an. Im Dunkeln stöpselte der Ihn dann ein und dann ging der Sound an und die Leute waren am Klatschen und freuten sich, denn es gab Musik

S&B: Wenn Ihr unterwegs seid, was läuft da bei euch im Tourbus so an Musik, denn eure eigenen Songs laufen da bestimmt nicht, oder?

FT: Boar das ist unterschiedlich. Meist läuft Planet oder irgendwas aus dem Rock und Metalbereich. Ab und an fängt jmd. an zu singen und dann steigt wer mit ein. Es ist schon immer was von jedem dabei und eigentlich nie ein Genre allein

S&B: Welchen eurer Songs würdet ihr bei einem Date dem gegenüber vorspielen?

FT: Yasmine: Dreams oder das ganze erste Album.

Saskia: Dreams

Laura: Vor den Toren und wenn die Person dann noch da ist, kann man sich unterhalten

S&B: Jetzt die interessante Frage: singt ihr unter der Dusche, denn die Dusche ist ja okay

FT: Laura: Jour meine damaligen Mitbewohner hatten mich schon gefragt, ob ich morgens immer die komischen Geräusche machen muss.

Saskia: die Playlist, die ich mitsinge, ist

Olli: Wenn ich unter der Dusche singe, wird sehr Wasser lastig

Yasmine: Öfters Fairytale Songs

S&B: Wenn Ihr durch Raum und Zeit reisen könntet und mit einem Musiker eurer Wahl auf der Bühne stehen könntet, wo würde es euch hinziehen

F&T: Saskia: Apocalyptica und dann am Cello. Das wäre was Grandioses

Yasmine: Ja Blackmore’s Night

Olli: Wow da gäbe es viel, doch wirklich wäre es Clannad.

Laura: Joar mit Nightwish wäre mal was Geniales.

S&B: Wenn Ihr Superhelden wärt, wie sähe euer Kostüm aus und was wäre eure Superkraft

FT: Yasmine: Wasser formen und das Gewand würde sich aus Wasser formen

Laura: Fliegen und ein langes Gewand mit einem Schwert am Gürtel

Olli: Das verbinden von Musikstilen und optisch eher sowas steiniges

Saskia: Ich wäre ein spirituelles Wesen

S&B: Wenn Ihr ein Tier wärt, welches Tier wärt Ihr und warum?

FT: Olli ich wäre ein Ackergaul, weil ich auch alles in der Band mache

Laura: Luchs, weil der immer auf der Lauer liegt und mal lieb und böse sein kann.

Yasmine: Ein Reh, aber kein scheues wie Bambi

Saskia: Hauskatze da ich gern mal rumliegen könnte und auch mal das tun könnte was ich möchte

S&B: Wenn Ihr eine Disneyprinzessin wärt, welche wärt Ihr dann?

FT: Olli: Fiona aus Shrek

Laura: Arielle aber mit Schwert

Saskia: Pocahontas

Yasmine: Elsa aber nicht wie diese Prinzessin, eher etwas düsterer

S&B: Ja vielen Dank für das Interview. Es war sehr interessant und über euer kommendes Album können wir nur sagen: „Bitte Kauf Mich“. Das Review gibt es für euch demnächst. Checkt die Band aus wo es nur geht, denn jeder Auftritt lohnt sich.

 

 

Es war wieder einer dieser trüben Tage im Winter. Die Lampen in der Redaktion wurde langsam gelöscht, doch das grüne Telefon klingelte wieder einmal und Aello von Harpyie war am Telefon. Geschwind fuhren wir die Rechner noch einmal hoch, denn wir wussten, was nun kommt. Schnell wurde der Link versendet und kurz drauf befand sich der Sänger von Harpyie auf unserer virtuellen Couch. Was da dann passiert ist, möchte ich euch nun erzählen

S&B: Guten Abend Aello und Vorweg eine Gratulation zum kommenden Album „Blutbann“ denn es ist großartig, aber darüber dürfen wir ja nicht zu viel verraten, denn es kommt ja erst am 28. Januar heraus.

Aello: Ja danke dafür erst einmal und schön, dass ich hier sein darf

S&B: Ihr habt ja nun 2 Jahre nach Minnewar mit „Blutbann“ ein neues Album am Start. Ihr seid konzeptionell ein wenig weiter gegangen und habt einiges verändert. Warum?

Aello: Ja es klingt ganz anders, also ein bisschen. Das neue Album ist härter und düsterer. Aber das gehört irgendwie zu Harpyie dazu. Wir springen immer ein wenig hin und her zwischen den Welten und erschaffen etwas Neues

S&B: Das ist wirklich interessant, denn einige Passage klingen echt anders. Doch ihr habt ja mit dem neuen Album das gleiche Problem, nämlich Corona was zur Folge hat, dass ihr das Album nicht live präsentieren könnt, wenn es am 28. Januar erscheinen wird

Aello: Das bedrückt einen wirklich sehr. Musik ist Passion und derzeit fällt das halt weg und liegt uns schwer auf der Seele, dass dies nun wieder so ist. Man möchte ja auch den Fans live zeigen was man da produziert hat.

S&B: Das stimmt wohl, doch ein wenig konntet Ihr ja Minnewar präsentieren, wie zum Beispiel beim Weihefest der Stadt Merseburg. Hattet Ihr Lampenfieber oder war das merkwürdig wieder vor vielen Menschen zu spielen?

Aello: Merseburg war nicht das Debüt nach der Pause. Es war unbeschreiblich und eine Befreiung der Extraklasse. Vorher konnten wir auf dem MPS und dem Valhalla Festival uns warm spielen, doch Merseburg war einfach klasse.

S&B: Das glauben wir gern. Doch bei eurem neuen Album gibt es ja eine geniale Box, bei der ein Hammer und ein Pflock dabei ist. Hat das was mit dem Album Konzept zu tun oder ist das einfach eine Hommage an Buffy?

Aello: Ja das Thema des Albums ist ja Blut und Vampire. Es geht auf dem Album um eine toxische Beziehung die einen aussaugt und das erschließt sich einem nicht sofort, wenn man den ersten Song Blutadler gehört hat, in dem es um das Thema Blut geht. Eigentlich wollten wir die Box auch in Sarg Form machen, doch dann wäre die Box unbezahlbar geworden. Mit dem Hammer wollten wir den Fans aber etwas anderes bieten als den Standard wie einen Patch oder ein T-Shirt. Daher haben wir diese Box in Eigenregie produziert. Es gibt noch ein paar Boxen doch viele nicht mehr.

S&B: Kommen wir mal auf den ersten Song „Blutadler“, den Ihr rausgebracht habt. Habt Ihr keine Angst mit einem FSK 18 Label belegt zu werden.

Aello: Ja es ist etwas wodrauf wir Lust hatten und wir haben bei Vikings auch dieses Ritual auch gesehen und wir wussten, dass wir das besser können und ja wir haben dafür tatsächlich einen FSK 16 bekommen.

S&B: Wie schwer war es eigentlich das Album und die Videos zu gestallten in den Corona Zeiten?

Aello: Unglaublich schwer. Man hat zwei Schritte vor und drei zurückgemacht. Obwohl wir sehr viel Zeit hatten, um das Album fertig zu bekommen war es sehr merkwürdig. Andere Alben gingen leichter von der Hand doch wegen der Lage war es sehr schwer

S&B: Wie sieht es bei euch eigentlich mit Tätowierungen aus? Gibt es Reinhäuter wie man sagt oder frönt Ihr alle der Körperkunst und gibt es ein Tattoo was dir selber sehr peinlich ist

Aello: Ja zwei in der Band sind noch ganz ohne Tattoo und der Rest hat mindestens eins. Wenn es um peinliche geht, da sieht man bei mir diese Peinlichkeit nicht mehr, denn den Urlaubsschandfleck habe ich mir mit dem Raben „Nimmermehr“ entfernen lassen. Daher gibt es kein peinliches Tattoo mehr.

S&B: Ja das Thema Tod spielt ja in eurem kommenden Album auch eine Rolle und begleitet uns jeden Tag. Daher stellt sich die Frage, wenn dich das Schicksal des Sensenmannes ereilt. Wo dürfte man dich zur Ruhe betten und welche Musik würde laufen. Wo ist egal, allerdings der Friedhof zählt nicht als Antwort

Aello: Oh das ist eine interessante Frage. Musikalisch wäre es Enya „May it be“ und man sollte mich im Feuer des Schicksalsberges verbrennen.

S&B: Du findest beim Wandern eine alte Lampe und du siehts sie unter dem Dreck ein wenig funkeln. Natürlich reibst du den Dreck herunter und aus der Lampe kommt ein Djin heraus. Nun hast du vier anstatt drei Wünsche sagt der Djin doch, wenn du keinen Wunsch aussprichst, wirst du meinen Platz einnehmen in der Lampe und ich bin frei. Nenne nun deine Wünsche sterblicher

Aello: Oh das ist einfach. Das Ende der Pandemie, ein langes erfolgreiches Leben für meinen Sohn, einmal auf dem Hellfest spielen und einen neuen Computer.

S&B: Wenn du eine Herzdame mit drei eurer Songs bei einem ersten Date beeindrucken möchtest, welche Songs würdest du spielen?

Aello: Oh interessante Frage. Auf jeden Fall „Mädchen im Wasser“, „Kompassrosen“ und „Löwenherz“. Wir haben einfach so unglaublich schöne Balladen, von denen man nicht genug bekommen kann.

S&B: Gibt es auch etwas Peinliches in deiner privaten Plattensammlung?

Aello: Oh ja, denn ich habe „Freedom“ von DJ Bobo und „Narcotic“ von Liquido anzubieten.

S&B: Wenn’s um die Anfänge deiner musikalischen Laufbahn geht. Wurdest du von deinen Eltern supportet oder haben sie die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und gesagt: Junge lern was Anständiges

Aello: Die haben das am Anfang nicht so wirklich ernst genommen, denn ich habe am Anfang einige Projekte gehabt, die nicht so erfolgreich waren. Daher war das nie ein Thema.

S&B: Aber man weiß ja nie was passiert, doch wenn es bei dir brennen würde, welche zwei Dinge würdest du aus den Flammen retten. Da alle Lebewesen laufen können, sind diese ausgeklammert aus der Frage

Aello: Mein Handy, denn da ist alles drauf was mit der Band zu tun hat und meinen Computer, denn da ist alles andere Wichtige drauf.

S&B: Kommen wir nun aber zu letzten und wichtigsten Frage! Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du und warum?

Aello: Ich glaube ich wäre ein Fuchs. Zum einen wegen der roten Haare und weil die Füchse sehr schlau und umsichtig sind.

S&B: Vielen Dank für das Interview und einige Einblicke in das kommende Album „Blutbann“. Wir wissen ja schon wie es klingt und können nur einen Songtext einer Düsseldorfer Band zitieren, wenn es um das neue Werk geht: „Bitte Kauf mich!“  

Aello: Ja vielen Dank für das Interview, es hat Spaß gemacht und war abwechslungsreich.

 

 

Ja das virtuelle Sofa steht im Moment in der Ecke, doch bald wird es wieder hervorgeholt, denn C19 kommt zurück. Doch wir konnten ein kleines Interview führen mit einer Band, die mit „The Eagle Will Rise“ ein geniales Album herausgebracht hat, doch dazu gleich. Die Band, um die es sich dreht ist „Generation Steel“ und als Gast hatten wir keinen geringeren als Jack The Riffer der für die Band die Saiten zupft.

S&B: So nun dürft Ihr das erste Mal auf einer Bühne stehen und euer, wie wir finden, geniales Album vor Publikum präsentieren. Daher nun die Frage, warum habt Ihr das Album in Corona Zeiten geschrieben und wie schwer war es?

Jack The Riffer: Ja es war auf der einen Seite bescheiden da man nicht rausgehen durfte, um sich mit den anderen Kollegen zu treffen, auf der anderen Seite eine neue Erfahrung, die man auch mal machen musste. Wir freuen uns das wir heute endlich das erste Mal in unserer Bandgeschichte auf einer Bühne stehen können um unser aktuelles Album „The Eagle Will Rise“ zu präsentieren. Ich muss aber auch an dieser Stelle ein Dankeschön loswerden an Uwe Lulis der das Album mit uns produziert hat.

S&B: Der Name ist bekannt durch Grave Digger und Accept und man merkt das, auch wenn man das Album hört. Schätzen das eure Fans?

JTR: Ja es läuft sehr gut für uns, das Album verkauft sich gut, die Leute laden es auch oft runter und das obwohl keiner uns jemals Live hat spielen hören, was uns auch ein wenig überrascht aber auch bestätigt das wir gute Arbeit geleistet haben.

S&B: So ein geiles Album am Start zu haben ist doch was nices. Wenn man dir aber die Möglichkeit geben würde durch Raum und Zeit zu reisen und mit irgendwem oder irgendwo zu performen, wohin würde diese Reise gehen?

JTR: Puh schwere Frage, aber ich glaube in die 80-er würde es mich verschlagen um mit U.D.O zu performen im Vorprogramm oder als Support von Grave Digger.

S&B: Geile Wahl das müssen wir neidlos anerkennen. Doch im Leben kommt es nicht immer so wie man es sich erhofft und so ist die Zeitmaschine explodiert und ein Feuer ist ausgebrochen. Du kannst nur zwei Dinge aus den Flammen retten da du dich beeilen musst. Welche wären das?

JTR: Das ist einfach, denn ich liebe meine Frau und meine Hunde und die würde ich sofort retten, denn Gitarren und alles andere kann man ersetzen und meine Frau und die Hunde sind unersetzbar!

S&B: Wenn irgendwann dich dann der Sensenmann holen kommt, wo dürfte man dich beerdigen und warum genau dort?

JTR: Hui, so alt bin ich nun noch nicht, doch einige sagen ja, verbrennt mich und streut meine Asche in den Wind, das ist so nicht ganz meins, doch im Wald unter einem schönen Baum wäre echt eine coole Sache, weil ich auch mit der Natur sehr stark verbunden bin.

S&B: Ja das ist doch mal was Schönes und da du erwähntest das du Hunde hast gehe ich davon aus, dass du ein Hunde Mensch bist, oder?

JTR: Naja ich habe auch Katzen doch ich mag Hunde mehr, denn sie sind treue Freunde

S&B: Kommen wir mal zu Thema Körperkunst und Tattoos. Wie schaut das bei dir und innerhalb der Band aus

JTR: Ich bin noch Reinhäuter, aber ich denke über ein paar Tattoos nach, doch man muss ja auch nicht zwangsläufig Tattoos haben, weil man in einer Metalband spielt. Doch bei den Kollegen kann ich sagen das sowohl unser Schlagzeuger als auch unser Sänger Tattoos haben, bei unserem Bassisten bin ich mir nicht sicher.

S&B: Interessant, interessant ohne Wenn und Aber. Doch Superhelden sind ja was Tolles und wir glauben das sie jeder liebt. Wenn du jetzt ein Superheld wärst, wie sähe dein Kostüm aus und was wäre deine Superkraft?

JTR: Also meine Superkraft wäre das ich, wenn ich im Raum bin, die Leute Mental beeinflussen könnte, dass sie gelassener und ruhiger werden. Mein Outfit wäre zwar jetzt etwas im Klischee der Szene, schwarze Hose, Cowboy Stiefel, schwarzes Hemd dazu etwas Schmuck und fertig wäre das Outfit

S&B: Also der beruhigende Metal Man. Nice. Doch kommen wir nun zur letzten Frage, denn du musst ja gleich auf die Bühne. Wenn du eine Wurst wärst, welche Wurst wärst du

JTR: Das ist leicht, eine Chiliwurst, denn ich bin heiß wie Frittenfett, denn gleich geht es auf die Bühne.

S&B: Wir sagen danke für das kleine Interview vor dem Auftritt der eurer Band. Viel Spaß und auf einen genialen Abend

Das Interview fand vor dem Auftritt der Band in der Eventwerkstatt statt und man kann sagen, ganzgroßes Kino was die Jungs auf der Bühne abgeliefert hatten. Aus unserer Sicht der eigentliche Headliner.

 

 

Am 15. Juli waren VERSUS, eine junge und aufstrebende Rockband, beim Sommermärchen CoRASna von Rock am Stück zugegen und haben die Bühne zum Erbeben gebracht. Vor dem Auftritt waren die VIER sympathischen Rocker aus Frankfurt am Main noch bei uns im Interview

S&B: Moin und ja, euer Album „Mit Eiern, Herz und Verstand“ ist ja schon etwas länger draußen, doch Corona hat es ja verhindert, dass ihr mit der Scheibe gleich Live gehen konntet. Wie war das für euch?

Nils Baloun: Erstmal generell beschissen. Wir hatten große Erwartungen und konnten in Hamburg und Leipzig starten, was auch gut war. Zum einen war es bei den Gigs auch für einige überraschend uns zu sehen, denn man kannte uns nicht. Wir wurden gleich gefragt, ob es ein Album von uns gibt und so war der Start eigentlich noch ganz gut bis dann Corona kam. Von der damaligen Tour können zum Teil auch die Termine nicht nachgeholt werden da es viele Clubs einfach gar nicht mehr gibt. Uns kennen zwar nicht viele doch wir haben es geschafft das Album in die Charts zu bekommen.

S&B: Das ist doch eine geniale Leistung und das trotz Corona und keinen Auftritten. Habt Ihr das euren Fans zu verdanken?

Eddie: Auf jeden Fall. Das Album wurde als Online Release Party rausgebracht und unsere Hardcore Fans, die uns schon lange begleiten haben das erst möglich gemacht. Wir haben mit diesen auch intensiv interagiert. Wir haben über die sozialen Medien interagiert, Videos aus dem eigenen Wohnzimmer gepostet und haben den Kontakt aufrecht gehalten. Für diese Fans haben wir auch etwas spezielles bei unsrem „La Familia Event geplant“

S&B: Ihr macht da sehr viel mit euren Fans, dass muss man schon sagen. Sieht man ja auch im Video W.I.R. in dem Ihr ja die Fans mit eingebaut habt. Noch besser als W.I.R. geht bei euren Fans „H.d.W.h“ vermutlich wegen der Worscht oder was meint Ihr.

Eddie: Das mag sein aber die Worscht können wir ja nicht fliegen lassen, aus hygienetechnischen Gründen und außerdem haben wir die ja verlost mit Unterschriften drauf. Aber der Nils hat für jeden da draußen eine T-Shirt kreiert, nämlich die Worscht To Go. Daher kauft das Shirt Leute, denn Worscht ist geil

S&B: Coole Sache müssen wir da sagen, doch normalerweise brennt bei euren Auftritten alles lichterloh. Doch was würdet Ihr machen, wenn es bei euch Zuhause brennt und Ihr nur zwei Sachen aus den Flammen retten könntet?

Nils: Handy und Werner Rennen Shirt, denn beim Werner Rennen durften wir spielen und das war großartig. Diese Erinnerung würde ich nie verlieren wollen.

Eddie: Fender Bass in Weiß und ein Schweißband von Guns’n Roses Gitarrist Duff McKagen, denn das hat er mir nach einem Auftritt persönlich gegeben.

Michi: Gitarre Les Paul und eine Flasche Whisky

Sascha: Geldbeutel und Handy, denn in dem Ding sind alle Erinnerungen drin die ich mit euch bisher gehabt habe

S&B: Coole Antworten ohne Wenn und Aber. Doch gibt es in euren persönlichen Plattensammlungen Irgendeine Scheibe, die euch vielleicht peinlich ist?

Eddie: Nein, ich habe nur geile Sachen. Die Rick Astely Greatest Hits zum Beispiel

Michi: Eine Böhmische Blasmusik Scheibe, die mir aber aufgrund meiner musikalischen Vorgeschichte nicht peinlich ist, denn aus diesem Genre komme ich quasi, was man heute vielleicht nicht glaubt, wenn man mich sieht.

Nils: Modern Talking stand mal bei mir im Regal, aber die Scheibe ist Geschichte

Sascha: Nö nichts ist mir da eigentlich peinlich

S&B: Wenn Ihr ein erstes Date habt, welchen eurer Songs würdet Ihr bei diesem Date spielen, auch wenn einige von euch verheiratet sind.

Sascha: Kein Ende zu sehen

Eddie: Schönste Zeit

Michi: Schönste Zeit

Nils: Veni, Vidi, Coitus

S&B: Aber wie heute, man merkt es geht langsam wieder los, habt Ihr für kommendes Jahr schon irgendwas geplant Richtung Tour?

Nils: Dieses Jahr gibt es noch ein paar Termine. Ende des Jahres machen wir uns aber ein wenig rarer und wenn es klappt mit Corona und allem Gedöns dann geht es als Vorband mit BRDdigung auf große Tour durch Deutschland und der Schweiz. Aber im kommenden Jahr soll unser eigenes „La Familia“ Festival stattfinden, wenn Corona es zulässt.

S&B: Kommen wir aber zur wichtigsten Frage überhaupt. Wenn Ihr eine Wurst wärt, welche Wurst wärt Ihr?

Nils: Chorizzo

Eddie: Frankfurter Rindswurst

Michi: Käsewurst

Sascha: Currywurst

S&B: Ja die Fragen sind alle, habt Ihr noch irgendwas, was Ihr euren und zukünftigen Fans mitteilen wollt?

Wir möchten unseren ganzen Fans da draußen erst einmal ein großes Dankeschön entgegenbringen. Aber auch unserem Lable Glory and Fame denn bei denen haben wir eine geile Familie gefunden. Dennoch sind unsere vielen Fans da draußen einfach das was uns am Herzen liegt. Ihr unterstützt uns immer so krass und dafür vielen, vielen Dank

S&B: Geniale Schlussworte und dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Wir bedanken uns bei euch das Ihr euch vor dem Auftritt die Zeit genommen habt, um mit uns zu reden. Wir sehen uns gleich vor der Bühne wieder.

 

 

In einer warmen Sommernacht klingelte plötzlich das Grüne Telefon in der Redaktion. Am Apparat war mit Podargo einer der Mannen von „Harpyie“. Dieser hatte ein paar Fragen an uns welche wir beantworten konnten. Doch auch wir hatten ein paar Fragen und so ergab sich dieses Interview.

S&B: Moin und erstmal einen herzlich Glückwunsch zu eurem kommenden Album „Minnewar“

Podargo: Moin und vielen Dank 🙂

S&B: Wie schwer war es das Album unter den Corona Bedingungen Aufzunehmen?

Podargo: Das ging tatsächlich ganz gut. Wir haben ja dieses Mal alles selbst produziert und konnten viel alleine im Homestudio aufnehmen, daher haben uns die Maßnahmen und Beschränkungen in diesem Punkt nicht so stark beeinflusst. Dafür waren Videodrehs, Fotoshootings & Proben umso schwieriger zu organisieren.

S&B: Wie zufrieden seid Ihr mit eurem Album, denn von außen betrachtet jeder ein neues Langeisen kritisch.

Podargo: Ich finde das tatsächlich in diesem Fall etwas schwierig zu beantworten, da Minnewar ja ein reines Coveralbum ist und man dementsprechend nur die Umsetzung, nicht aber die Songs selbst nachträglich bewerten kann. Ich bin aber insgesamt sehr zufrieden mit dem Album. Klar fallen einem nachträglich immer noch ein paar Dinge auf, die man hätte, anders oder besser machen können, aber das ist glaub ich völlig normal. Das perfekte Album gibt es vermutlich nicht, zumindest nicht aus Künstlersicht 😀

S&B: Wie betrachtet Ihr die Entwicklung von eurem ersten bis zum neuen Album „Minnewar“?

Podargo: Wir haben mit jedem Album immens viel dazugelernt. Vor allem in Sachen Produktion, Songwriting und Workflow. Wir haben uns immer nach einem Release hingesetzt und ein Fazit gezogen. Was hat uns gut gefallen, was nicht und was wollen wir definitiv beim nächsten Mal anders machen. Wenn man die musikalische Entwicklung betrachtet, dann finde ich sind die neuen Songs präziser und eher auf den Punkt. Wir neigen weniger dazu, Songs mit Parts zu überfüllen, die dort überhaupt nichts verloren haben. Ich würde es als reiferen Sound bezeichnen.   

S&B: Das Musik Business ist hart umkämpft und macht es Bands sehr schwer, um nach oben zu kommen. Wie seht Ihr das?

Podargo: Naja, erstmal muss man ja sagen, dass es heutzutage für junge Bands deutlich einfacher ist eine gewisse Bekanntheit zu erlangen als noch vor 20 Jahren. Durch Social Media & Streaming kann sich jeder mit ein paar Klicks eine öffentliche Plattform kreieren und seine Musik einer sehr großen Anzahl an Menschen präsentieren. Aber das ist natürlich Fluch und Segen zugleich. Auf der einen Seite komme ich (zumindest theoretisch) schnell und einfach mit sehr vielen Leuten in Kontakt und auf der anderen Seite wird es immer schwerer sich aus dieser großen Masse abzuheben. Außerdem habe ich das Gefühl, dass es heutzutage einen immer länger werdenden Zeitraum gibt, in dem die Musik weder als Hobby noch als Hauptberuf ausgeübt werden kann. Die ganzen Konzerte, Studiotage, Videodrehs, Interviews etc. fordern extrem viel Zeit, aber gleichzeitig bleibt die Bezahlung sehr lange auf einem Niveau, auf dem man nicht davon leben kann. Zumindest nicht als Band mit mehreren Mitgliedern. Und in dieser Phase steigen halt viele aus bzw. pushen die Band nicht weiter nach oben und führen das Ganze lieber als Hobby weiter.

S&B: Was der auschlaggebende Punkt warum Ihr mit Musik angefangen habt. Haben euch dabei eure Eltern beeinflusst

Podargo: Ich habe damals angefangen Gitarre zu lernen, als ein Kumpel gerne Unterricht nehmen wollte, aber keine Lust hatte alleine dahin zu gehen. Allerdings wurde ich auch sehr von meinem Vater beeinflusst, der selber Gitarre spielt und auch früher in ner Band war. Bei uns zu Hause stand immer irgendwo eine Gitarre rum.

S&B: Wart Ihr schon einmal an einem Punkt, wo Ihr mit der Musik aufhören wolltet?

Podargo: Nee tatsächlich nicht. Ich hatte zwar schon öfter mal den Gedanken, das alles etwas herunterzufahren und vielleicht nicht mehr unbedingt in einer Band zu spielen, die 30 Konzerte oder mehr im Jahr spielt, aber mir war immer klar, dass ich dann irgendetwas anderes musikalisch machen muss. Vielleicht wieder mit nen paar Kumpels irgendwo im Keller spielen oder zu Hause komponieren oder irgendwas…Ganz aufhören geht nicht ? Aktuell bin ich aber sehr glücklich so wie es gerade ist.

S&B: Was ist der bisherige verrückteste Fan Moment in eurer Bandgeschichte

Podargo: Ich erzähle immer gerne die Geschichte, als ich von einem Fan gefragt wurde, ob ich nicht für ihn auf einem Konzert Gitarre spielen könnte. Also er war selber Gitarrist in einer Band und wollte das ich für ihn spiele. Das fand ich schon ziemlich strange 😀

S&B: Mit welchem euer Alben lässt sich eure Band am besten beschreiben?

Podargo: Ich würde sage alle ? Also je nachdem welchen Zustand der Band man sich gerne anschauen möchte. Möchte man wissen, wie wir aktuell so ticken, sollte man sich das Neuste anhören. Gerade weil wir ja auch instrumental immer wieder gewechselt haben, klingen die Alben auch oft etwas anders. Früher hatten wir Dudelsack und Geige, dann Geige und Drehleier, dann nur Geige und jetzt nur Drehleier. Dementsprechend lässt sich das nicht an einem Werk festmachen.

S&B: Wenn es bei euch brennt und Ihr zwei Dinge vor den Flammen retten müsstet, welche wären das?

Podargo: Da die Frage explizit nach ,,Dingen’’ fragt, gehe ich davon aus, dass die Lebenden schon gerettet wurden? Dann würde ich vermutlich versuchen meine Gitarre und mein BVB-Trikot mit Podargo-Schriftzug, welches mir meine Eltern zum Uni-Abschluss geschenkt haben, zu retten.

S&B: Mal von Corona abgesehen, wie seht Ihr die aktuelle Lage in der Welt

Podargo: Also, wenn man so Zeitung liest und Nachrichten guckt, bekommt man ja den Eindruck das hier alles immer schlimmer wird. Krieg, Hunger, Klimawandel und daraus resultierende Flucht. Zerstörte Natur, autoritäre Systeme…das liest sich immer alles sehr katastrophal und das ist es natürlich auch. Es gibt aber auch sehr viele gute Dinge, die jeden Tag passieren und die es vielleicht nicht immer auf die Titelseiten schaffen. Ich kann nur jedem die Seite bzw. App ,,Squirrel News’’ ans Herz legen. Die konzentrieren sich nämlich genau auf diese guten Nachrichten, welche im normalen Tagesgeschäft vielleicht unter gehen. Und da sieht man ganz gut, dass die Welt nicht immer so schlecht ist, wie man auf den ersten Blick vielleicht denkt. Das gibt Hoffnung, dass wir die aktuellen Probleme auch noch in den Griff bekommen.

S&B: Wenn Ihr Superhelden wärt, welche Superkraft hättet Ihr und wie sähe euer Kostüm dazu aus.

Podargo: Also, wenn ich mir eine Superkraft wünschen könnte, dann wäre es definitiv Telekinese und ich würde so eine coole schwarze Kutte mit tiefsitzender Kapuze tragen, wie die Sith in Star Wars. Aber natürlich würde ich meine Kräfte nur fürs Gute einsetzen 😉

S&B: Irgendwann ereilt jeden von uns der Tod. Dies ist unausweichlich. Daher würde es uns interessieren, welche Beschallung Ihr auf eurer Beerdigung laufen lassen würdet.

Podargo: Die größten Hits von Mickie Krause in der Piano-Version.

S&B: Eine Reise durch Raum und Zeit ist ja nicht möglich, doch wenn es möglich wäre, wo würdet Ihr einmal am liebsten Spielen. Dabei ist es egal ob in der Zukunft oder der Vergangenheit.

Podargo: Ich würde gerne auf dem Wacken 2251 spielen, einfach nur um zu sehen ob irgendwann auch Außerirdische auf den Acker pilgern 😀

S&B: Irgendwann ist Corona auch einmal vorbei. Daher würde es unsere Leser interessieren, ob eine Tour geplant ist und wenn ja, wann diese Startet

Podargo: Aktuell ist leider noch nichts geplant. Wir wollen natürlich gerne wieder auf Tour gehen, aber damit das klappt und wir das planen können, muss erstmal abzusehen sein, ab wann auch Konzerte ohne Mindestabstand wieder funktionieren können. Aber wir werden euch natürlich rechtzeitig informieren, sollten da konkrete Termine stehen.

Wir sagen Dankeschön für das Interview und hoffen euch bald wieder Live sehen zu können

Podargo: Vielen Dank und Bitte. Wir hoffen natürlich auch euch möglichst schnell alle wieder live sehen zu können 🙂

 

 

Emlee Johansson dritte von links

In einer stürmischen Nacht im Mai, klingelte Mal wieder das grüne Telefon in der Redaktion. Zu unserer Freude war Drummerin Emlee Johansson von Thundermother am Telefon. Nach einem kurzen Dialog über die „Heat Wave Deluxe Edition“ welche seid dem 21. Mai erhältlich ist, stiegen wir auch gleich in das virtuelle Interview ein. Das Interview fand auf Englisch statt und wurde für euch ins deutsche übersetzt.

S&B: Erstmal herzlichen Glückwunsch zu eurem aktuellen und sehr erfolgreichen Album „Heat Wave“

Emlee: Hallo und Vielen Dank.

S & B: Wie schwer war es, das neue Album nicht in der Corona-Zeit zu erstellen?

Emlee: Es war sehr traurig für uns. Alles, was man tun möchte, wenn man ein neues Album veröffentlicht, ist einfach auf die Tour zu gehen, um die neuen Songs zu spielen! Wir hatten allerdings eine kleine Corona sichere Release Tour und wir haben uns sehr darüber gefreut! Als die Pandemie begann, sagten wir uns als erstes, dass wir positiv bleiben müssen und unsere Hoffnungen niemals aufgeben! Und ich denke, das hat für uns ziemlich gut geklappt, da wir letztes Jahr drei Tourneen geschafft haben und die Band gerade an Popularität gewonnen hat! Ich weiß nicht, wie es passiert ist, aber es ist wunderbar.

S & B: Wie zufrieden seid Ihr mit euren Alben und was können die Fans in Zukunft von euch erwarten?

Emlee: Wir sind superstolz auf unsere Alben und speziell „Heat Wave“ war für uns ein großer Entwicklungsschritt! Wir haben bereits begonnen, neue Songs für unser nächstes Album zu schreiben, und wir haben große Pläne für die Zukunft. Ich kann euch momentan nicht mehr darüber erzählen, also musst du Ihr eure Augen offenhalten, haha. Aber es steht ein neues Album an und es wird ein episches!

S&B: Wie siehst du die Entwicklung eurer Band von eurem ersten Album „Rock´n Roll Disaster“ bis zum heutigen Tag?

Emlee: Das erste Album „Rock n Roll Disaster“ und das zweite „Road Fever“ hatten viele AC / DC – Einflüsse, und Filippa hat die meisten Songs alleine geschrieben – und damit hat sie einen tollen Job gemacht. Als ich und Guernica der Band beigetreten sind, hat das natürlich den Sound von „Thundermother“ ein wenig verändert, weil wir andere Arten von Musikern sind als die alten Mitglieder. Für „Heat Wave“ haben wir die Songs zusammengeschrieben und sowohl meine als auch Guernicas Einflüsse kamen zusammen mit Filippas in die Songs. Und das machte es zu einem wirklich coolen Mix. Wir haben immer noch den AC / DC Kern in unserer Musik, aber jetzt viel mehr „Led Zeppelin“ sowie Soul und Blues Sounds in den Melodien. Die Texte handeln von dem, was wir zusammen durchgemacht haben. Es war einfach eine großartige Entwicklung und wir haben so viel Spaß beim gemeinsamen Schreiben! Und zu guter Letzt haben wir uns alle als Musiker auf dem Weg weiterentwickelt und das könnt Ihr in dem neuen Album „Heat Wave“ hören.

S&B: Was war der entscheidende Punkt als du mit Musik angefangen hast. Haben deine Eltern dich beeinflusst?

Emlee: Meine Eltern sind beide Musiker, daher wurde mein Interesse sehr früh geweckt. Zu Hause gab es viele verschiedene Instrumente, mit denen ich herumspielen konnte und ich wurde immer ermutigt, zu singen und aufzutreten. Ich begann mit 9 Jahren Gitarre zu spielen und wechselte mit 14 Jahren zu E-Gitarre. Als ich 19 Jahre alt war, bekam ich die Gelegenheit, in einer Band Schlagzeug zu spielen und von diesem Moment an wurde ich verkauft, haha. Ich habe es immer geliebt, Musik zu spielen und zu hören, und es ging immer um Glück und Leidenschaft, aber auch um eine sehr wichtige Unterstützung und Trost für mich. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, was ich sonst tun würde, wenn ich keine Musikerin sein könnte. Es ist ein Teil von mir und war es schon immer. Und mein wichtigste Schritt war, als ich Iron Maiden zum ersten Mal hörte, denn das hat mich wirklich zur Rockmusik gebracht und ich begann von einer Musikkarriere zu träumen.

S&B: Ihr befindet euch derzeit auf der kleinen, aber schönen Corona konformen „Heat Wave Tour“. Siehst du es mit gemischten Gefühlen, weil Ihr die Fans nicht kontaktieren könnt?

Emlee: Leider erlaubten uns die aktuellen Einschränkungen nicht, jetzt auf Tour zu gehen. Es ist sehr Schade, denn wir hatten alles geplant, um jede Corona Show sicher zu machen. Als wir letztes Jahr auf Tour waren, war es natürlich etwas seltsam, dass sich das Publikum weit weg von der Bühne hinsetzte. Aber die Energie war immer noch erstaunlich und es fühlte sich auch herzzerreißend an, die Fans nach der Show nicht treffen zu können. Aber wir mussten tun, was wir konnten, um verantwortlich und sicher zu sein und ich denke, unsere Fans haben es verstanden. Wir haben sowieso guten Kontakt zu unseren Fans, über soziale Medien und unsere Fanplattform auf getnext.to/Thundermother. Dort haben wir einmal im Monat ein Zoom-Treffen mit den Mitgliedern und wir haben immer eine wirklich gute Zeit!

S&B: Wacken 2018 habt Ihr vor ca. 10.000 Menschen gespielt. Wie hat sich das angefühlt? Hattest du Lampenfieber?

Emlee: Das war unglaublich! Es war eine großartige Aussicht! Ich habe nicht wirklich Lampenfieber, ich bekomme Adrenalin durch die Aufregung, eine Show zu spielen. Die Leute denken oft, dass ich vor der Show nervös bin, wenn ich springe und mit den Armen winke, aber das dient nur dazu, meine Muskeln warm zu halten, haha! Ich bekomme nur Lampenfieber, wenn ich für eine sehr kleine Anzahl von Leuten spiele. Ich denke, da ist etwas an der Intimität. 10 000 Leute – kein Problem, aber 10 Leute – supergruselig!

S&B: Das Musikgeschäft ist ein harter Wettbewerb und es ist für Bands sehr schwierig, an die Spitze zu gelangen. Wie sehr nervt dich das?

Emlee: Nun, es ist ein hartes Geschäft und es gibt nur eine geringe Chance, erfolgreich zu werden und wir sind uns dessen bewusst. Aber wenn es eine kleine Chance gibt, werden wir sie ergreifen! Davon haben wir alle geträumt, seit wir Kinder waren und wir lieben es einfach, Musik zu machen. Das wollen wir tun. Und wenn es uns auch helfen kann, unsere Mieten zu bezahlen, ist das nur ein Bonus! Wir greifen nach der Spitze und sind sehr zuversichtlich, dass wir das schaffen können. Aber wenn wir es nicht tun, können wir zumindest sagen, dass wir unser Bestes gegeben haben, um ohne Reue zu sterben! 🙂 🙂

S&B: Jede Band und jeder Musiker hat bestimmte Dinge, die bei einem Konzert niemals fehlen sollten. Was sollte bei euren Auftritten außer dem Publikum nicht fehlen?

Emlee: Ein Drumkit! Kaffee und gutes Essen vor der Show, ich möchte mich auch zwei Stunden vor der Show aufwärmen – keine Interviews oder andere geplante Sachen. Wenn ich das alles bekommen kann, bin ich glücklich! Während der Show brauche ich nur gute Stimmung, guten Monitorsound und glückliche Bandmitglieder! Und viel Wasser und ein oder zwei Bier;)

S&B: Wie kam es zu eurem Bandnamen und dem Logo?

Emlee: Als Filippa die Band gründete, brauchte sie einen guten Namen und setzte sich mit einer Freundin zusammen und überlegte sich nur Namen… Und Thundermother erschien einfach magisch in ihrem Kopf! Das Logo wurde vom ehemaligen Bandmitglied Giorgia entworfen, damit hat sie einen tollen Job gemacht! Wir alle lieben es und es sieht auf einem T-Shirt wirklich gut aus 😉

S&B: Wenn es bei dir brennt, welche zwei Sachen rettest du vor den Flammen?

Emlee: Das ist eine schwierige Frage. Nur zwei Dinge? Würde es zählen, wenn ich sagen würde, ich würde zwei mit Sachen gefüllte Kisten retten? Andernfalls würde ich wohl meinen gerahmten Gitarrenpick von Adrian Smith (Iron Maiden) und mein Prüfungsdiplom vom Royal College of Music in Stockholm retten.

S&B: Von Corona einmal abgesehen, wie siehst du die aktuelle Lage für eure Band?

Emlee: Wir haben kürzlich bei der US-amerikanischen Agentur CAA unterschrieben und freuen uns darauf, viel Zeit in Amerika zu verbringen, sobald sich alles wieder öffnet! Wir haben auch eine Australien / Neuseeland Tour geplant und würden auch gerne nach Japan gehen!

S&B: Was war der verrückteste Fan Moment in eurer Bandgeschichte

Emlee: Wir hatten bisher Glück mit unseren Fans, denn noch ist nichts Superpsychisches los. Ich denke für mich fühlt es sich immer verrückt an, wenn mir jemand sagt, wie sehr ich Ihn inspiriert habe. Das ist ein starkes und verrücktes Gefühl, auf sehr gute Weise!

S&B: Wenn du ein Superheld wärst, welche Superkraft hättest du und wie sähe dein Kostüm aus?

Emlee: Ich möchte, dass meine Supermacht die Fähigkeit ist, mich in Sekundenschnelle überall hinzutransportieren. Dann könnte ich auf Tour sein, aber trotzdem meine Familie und Freunde in meiner Freizeit besuchen und überall hingehen, wann immer ich wollte, und ich könnte Menschen retten, wenn sie in Not wären. Mein Superhelden Kostüm wäre lila und schwarz, mit Blitzen drauf!

S&B: Jeder von uns wird irgendwann sterben, das ist unausweichlich. Daher würde es uns interessieren, welche Beschallung sollte es auf deiner Beerdigung geben?

Emlee: Ich würde gerne „Imperial March“ zu Beginn haben wollen und dann definitiv ein Iron Maiden-Lied. Und dann etwas Schönes und Trauriges, um die Leute zum Weinen zu bringen um dann ganze Zeremonie mit einem lustigen Lied beenden, Was die Leute zum Lachen bringt. Die Musik sollte von einem Streichquartett gespielt werden.

S&B: Eine Reise durch Raum und Zeit ist nicht möglich, aber wenn es möglich wäre, wo würdest du am liebsten spielen? Es spielt keine Rolle, ob es in der Zukunft oder in der Vergangenheit ist.

Emlee: Ich würde gerne den Opener für Led Zeppelin in jeder Show machen wollen, damit ich John Bonham treffen und mit Ihm auch spielen kann.

S&B: Wir sagen Dankeschön für dieses wirklich geniale Interview. Wir hoffen, dass wir bald wieder alle vor oder auf der Bühne stehen können.

Emlee: Auch ich bedanke mich für das Interview. Bleibt Gesund.

 

 

In einer stürmischen Nach klingelte plötzlich das Grüne Telefon in der Redaktion. AM Apparat waren die Melo Death Metaller von „Path Of Destiny“ Diese hatten ein paar Fragen an uns welche wir beantworten konnten. Doch auch wir hatten ein paar Fragen und so ergab sich dieses Interview.

S&B: Wie zufrieden seid Ihr mit euren Alben und ist ein neues schon geplant?

Mit unserem neuen bzw. am 11.06.21 erscheinenden Album „The Seed of all Evil“ sind wir wirklich rundum zufrieden. Wir konnten uns in den letzten Jahren von Platte zu Platte steigern, Know-How sammeln und anwenden, aber auch das Songwriting verbessern. Sicherlich wird es auch weitere PoD- Alben geben. Konkrete Pläne haben wir jedoch noch nicht gefasst. Das Songwriting läuft im Hintergrund aber immer weiter.

S&B: Wie betrachtet Ihr die Entwicklung Eurer Band von eurem ersten Album „Rise And Fall“ an gesehen bis zum heutigen Tag?

Insgesamt auf jeden Fall als sehr positiv! Mit der gesammelten Erfahrung der letzten Jahre konnten wir uns musikalisch und produktionstechnisch verbessern. Auch hinsichtlich des Musikbusiness generell sammelt man natürlich viele Eindrücke und Wissen. War unser 1. Album noch relativ „sanft“ und Keyboard lastig geartet, so begreifen wir uns mittlerweile schon als eine Band, bei der die Betonung auf dem „Death“ im Melodic Death Metal liegt. Manchmal hat man ja bei größeren Bands das Gefühl, dass die Alben über die Jahre nachlassen, bei uns herrscht, so denke ich, eher der umgekehrte Fall.

S&B: Was der auschlaggebende Punkt warum Ihr mit Musik angefangen habt. Haben euch dabei eure Eltern beeinflusst?

Alex: Bei mir war es so, dass ich schon immer etwas aus Spaß an der Freude auf der alten Akustikgitarre meiner Mutter herumgeklimpert habe. Diese meinte dann irgendwann, dass ich bitte ihr Instrument nicht weiter vergewaltigen soll, wenn ich nicht endlich das richtige Spielen lerne oder Unterricht nehme. Daraufhin bekam ich zu meinem 17. Geburtstag (ja, ich weiß, recht spät) ein Lehrbuch geschenkt. Das war quasi der Startschuss. Damals lief das noch nicht wirklich über YouTube (das steckte da noch in den Kinderschuhen) und ich erarbeitete mir alles eher direkt selbst, druckte mir Tabulaturen meiner Lieblingssongs aus und betrieb quasi autodidaktes Learning by Doing. Also ja, ich wurde da schon ein wenig hingelenkt, wollte es aber auch selbst lernen. Einen Zwang zum Musikunterricht im Kindesalter gab es z.B. bei mir gar nicht.

S&B: Das Musik Business ist stark umkämpft und für kleinere Bands ist es sehr schwer nach oben zu kommen. Wie sehr nervt euch das?

Ganz klar, das ist natürlich manchmal echt frustrierend, man sollte sich davon aber nicht komplett demoralisieren lassen. Ich freue mich z.B. oftmals auch über kleinere Schritte, oder das, was wir bereits erreicht haben, das Feedback, welches wir zu neuem Material bekommen, ein bestimmtes Festival, welches wir erfolgreich bespielt haben, usw. Da gibt es viele Gründe, schon durchaus auch mal stolz sein zu dürfen. Manchmal ist es aber natürlich frustrierende, dass einige Wege nur mit Vitamin B oder mit viel Glück erreicht werden können, selbst wenn man hart daran arbeitet.

S&B: Jede Band und jeder Musiker hat gewisse Dinge, die bei einem Auftritt niemals fehlen dürfen. Was darf neben dem Publikum bei euren Auftritten denn auf gar keinen Fall fehlen?

Natürlich die Instrumente haha! 😀 Ein ordentlich großer Backstagebereich, in welchem man zum Umziehen seine Ruhe hat, sagt mir auch immer zu. Ansonsten möchte ich hier unser In Ear-Monitoring-System hervorheben, welches wir seit mittlerweile 3 Jahren im Einsatz haben und die Livesituation enorm verbessert.

S&B: Wie ist euer Bandname und das Logo entstanden?

 Der Bandname Path of Destiny war eine Idee unserer guten Freundin Peggy, welche damals noch in der Nähe wohnte. Er gefiel den damaligen Bandmitgliedern sehr, da er auf die mystischen Ansätze unserer Musik hinweist. Nach und nach etablierte sich der Name, sicherlich auch ein wenig vor dem Hintergrund, dass es sonst keine Band mit exakt der gleichen Bezeichnung gibt. Das Logo wurde von unserem ehemaligen Sänger Stefan „Piehlie“ gestaltet und entworfen. Es besteht in seiner jetzigen Form bereits eine ganze Weile, wurde aber auch schon einmal für unser letztes Album 2016 mit einem Schädel „aufgehübscht“.

S&B: Wenn es bei euch brennt, welche zwei Gegenstände würdet Ihr auf jeden Fall retten?

Alex: Mmh ich denke da praktisch 😀 Geldbeutel, Handy, Autoschlüssel oder so was. Vielleicht aber auch eine Gitarre und meine wertvollsten Magic The Gathering-Karten.

S&B: Wie seht Ihr, von Corona mal abgesehen, die aktuelle Lage in der Welt?

Sehr kritisch auf jeden Fall. Ich persönlich blicke zuversichtlich in meine eigene Zukunft, sehe jedoch für die gesamte Menschheit eher schwarz. Es gibt jede Menge Themen, die einen nachdenklich machen… die Erderwärmung z.B. oder der zunehmend aggressive Ton, welcher in vielen Ländern angeschlagen wird. Ich würde mir lieber ein Aufeinander Zukommen wünschen. Star Trek Zustände quasi, ich bin mir jedoch äußerst sicher, dass wir als Menschen wohl leider nie diesen Stand erreichen werden.

S&B: Was ist der bisherige verrückteste Fan Moment in eurer Bandgeschichte?

 Puh, das ist definitiv gar nicht so einfach, aber ich würde da mal die Geschichte hervorheben wollen, bei welcher ich von einem Fan zum gemeinsamen Fruchtzwerge-Essen vor der Show eingeladen wurde. Dies wurde dann natürlich auch mit Fotos festgehalten.

S&B: Wenn Ihr Superhelden wärt, welche Superkraft hättet Ihr und wie sähe euer Kostüm dazu aus?

 Also ich mochte ja als Kind immer Dragonball Z sehr gerne, aber auch Spellbinders (eine polnisch /australische Co-Produktion, die immer auf ZDF im Rahmen von Tabaluga Tivi kam). Irgendeine Kreuzung aus Beidem würde mir sehr gut gefallen. Also irgendwie so Super Sayajin-mäßig + Kampfanzug, um Energiebälle, Blitze etc. abschießen und Fliegen zu können. 😀 Ja doch, das wäre es für mich.

S&B: Irgendwann ereilt jeden von uns der Tod. Dies ist unausweichlich. Daher würde es uns interessieren, welche Beschallung Ihr auf eurer Beerdigung laufen lassen würdet?

Für mich käme da z.B. „Travel in Stygian“ von Iced Earth in Frage, denn das ist nun mal, was man dann tut. Man reist durch die Unterwelt, hehe 😀 Aber auch „See you on the Other Side“ von Ozzy Osbourne wäre was.

S&B: Eine Reise durch Raum und Zeit ist ja nicht möglich, doch wenn es möglich wäre, wo würdet Ihr einmal am liebsten Spielen. Dabei ist es egal ob in der Zukunft oder der Vergangenheit.

Mmh wie wäre es mit dem Wembley Stadium, zusammen mit Queen in den 80ern oder dem Eindhoven Metal Meeting Anfang der 90er? Am schönsten aber wären natürlich Auftritte im hier und jetzt z.B. auf dem Wacken, Summer Breeze etc.

S&B: Irgendwann ist Corona auch einmal vorbei. Daher würde es unsere Leser interessieren, ob Ihr schon neue Gigs am Start habt und wenn ja, wann starten diese?

Momentan stehen tatsächlich 3 Konzerte in Aussicht. Natürlich muss man da immer schauen, was überhaupt dann machbar und möglich ist. Ich kann euch diese gerne aufzählen:

24.07.21 – Party.San Warmup mit Soulburn, Path Of Destiny und Spydor – Saalfeld (Open Air)

13.08./14.08.21 – Heimburger Metalnacht Festival 2021 – Heimburg im Harz (Open Air)

08.01.22 – Rockclub Birthday Bash – Selb (dieser ist momentan durch die Ticketbeschränkung jedoch ausverkauft)

Wir sagen Dankeschön für das Interview und hoffen euch bald wieder Live sehen zu können

 

 

Am Ende eines langen Redaktionstages klingelte plötzlich das Rote Redaktionstelefon und Debauchery waren in der Leitung. „Moin liebe Metalpiraten vom Skulls and Bones Magazin habt Ihr noch etwas Zeit für ein Interview?“ Die Antwort war recht einfach. „Natürlich“ und schon ging das Interview auf dem virtuellen Sofa los, denn Corona lässt es ja nicht anders zu.

 

S&B: Moin und erstmal einen herzlich Glückwunsch zum neuen Album „Monster Metal“. Schöne eingängige Melodien und schön was auf Fressbrett. So muss das auch sein. Aber gab es wegen der aktuellen Situation in der Welt Schwierigkeiten beim Erstellen des Albums?

Hallo, vielen Dank, cool, dass dir das neue Album gefällt.

Eigentlich war es sogar einfacher neue Musik zu schreiben, es gab keine Ablenkung. Ich musste nicht für Konzerte proben, nichts packen und auspacken, ich konnte mich Monatelang auf die neuen Songs konzentrieren, obwohl ich eigentlich auch schon 2019 angefangen habe.

S&B: Wie zufrieden seid Ihr mit eurem Album, denn von außen betrachtet jeder ein neues Langeisen kritisch.

Ich bin sehr zufrieden, sonst hätte ich es nicht veröffentlicht. Es ist von allen neuen Songs, die ich geschrieben habe, das was am besten den DEBAUCHERY Sound wiedergibt und für mich auch mein bestes Debauchery Album. 10 Songs, alle geradeaus, coole Riffs, viel Groove, Monsterstimme, alles sehr eingängig.

Bisher ist auch das Feedback der Fans zu den Videos positiv und das ist natürlich das was zählt. Mir ist die Meinung von den CD-Käufern wichtig, die halten die Musik am Leben und ich freue mich natürlich, wenn sie das neue Album genauso cool finden, wie ich.

Die üblichen Hater regen sich natürlich wieder auf, aber ganz ehrlich, die hassen mich und meine Musik, da könnte ich Master of Puppets oder Painkiller veröffentlichen und die würden es trotzdem scheiße finden.

S&B: Wie betrachtet Ihr die Entwicklung von eurem ersten Album Kill Maim Burn bis zum neuen Album Monster Metal?

Bei Debauchery mache ich eigentlich immer das gleiche nur besser. Kill Maim Burn war mein erstes Album und klingt natürlich nicht so ausgereift. Aber der Debauchery Sound war schon erkennbar. Über die Jahre habe ich alles Mögliche mal bei einzelnen Songs ausprobiert: Blastbeat, Keybords und Orchester und solche Sachen. Aber das ist nicht was ich machen will. Die Sachen, die wirklich neu sind und die ich über mehrere Songs und Alben weiterverfolgt habe, haben einen eigenen Namen. Also die deutschen Texte laufen unter BALGEROTH und meine AC/DC Style Hard Rock Musik unter Blood God, davor Big Ball.

Ansonsten dreht sich immer noch alles um Monster und Fantasy Themen. Anfangs über Warhammer und Mittelerde, inzwischen mit meiner eigenen Welt, die über die Jahre entstanden ist, aber die Anfänge waren schon beim zweiten Album da.

Die Optik ist natürlich auch cooler geworden über die Jahre. Aber ich konnte die Grafiken, Layouts und Videos nicht selber produzieren. Das ist eben ein Prozess. Deswegen sehen die Sachen der letzten 10 Jahre eben einheitlicher aus, wie noch bei Kill Maim Burn und Rage of the Bloodbeast, wo alles Auftragsarbeiten waren.

Auch wenn wir live unterwegs waren, hatte ich früher gar nicht die Möglichkeit irgendetwas für die Bühne mitzunehmen. Wir waren teilweise zu dritt in einem kleinen Fiat unterwegs.

Ich kenne heute auch mehr Leute, die mir helfen können, Dinge umzusetzen. Zum Beispiel habe ich Dennis Ward bei der Aufnahme von Torture Pit kennengelernt. Seitdem gehe ich jedes Jahr für jedes Album zu ihm. Was Sound angeht ist er einfach der Beste. Deshalb klingt seitdem jedes Album fett. Oder Adrian Smith hat ab 2007 sehr viele coole Bilder für mich gemalt, inzwischen kann ich meine Bilder selber malen. Die Grundidee hinter meiner Kunst bleibt sozusagen beständig, aber die Umsetzung verbessert sich.

S&B: Was war der auschlaggebende Punkt warum Ihr mit Musik angefangen habt. Haben euch dabei eure Eltern beeinflusst

Mit meinen Eltern hat das nichts zu tun. Guns’N’Roses hat mich als erste Band begeistert, was für ein cooler Sound, dann kam Maiden, Priest und AC/DC. Nichts klingt so geil wie AC/DC. Als ich das Donington Live zum ersten Mal gehört habe, dachte ich nur WOW. Durch Angus habe ich den Weg zur Gitarre gefunden. Ich wollte einfach auch fette Riffs spielen. Heute weiß ich, dass ich wohl eher Malcolm Fan bin, da mich immer mehr die Riffs und weniger die Soli begeistert haben. Aber damals war es eben Angus als Aushängeschild der Band.

S&B: Wart Ihr schon einmal an einem Punkt, wo Ihr mit der Musik aufhören wolltet?

Ich wollte nie etwas anderes machen als Metal. Der Grund, warum ich allerdings nie eine richtige Band hatte, und mit Live-Musikern arbeite, liegt ja auch daran, dass fast niemand die Möglichkeit hat sich das über einen längeren Zeitraum zu geben. Es ist superaufwendig, soll eigentlich Spaß machen, erfordert unfassbar viel Zeit, ist aber auch ein Business, bei dem die Bands immer wieder abgezogen werden. Es gibt fast kein Geld zu verdienen, man muss jeden Tag hart dafür arbeiten und am Ende gibt es immer noch irgendwelche Wichser, die einen online beleidigen oder die ganze Arbeit schlecht machen, anstatt sich einfach was anderes anzuhören, wenn es einem nicht gefällt. Fast jeder meiner Musiker hatte nach einem Jahr keine Lust mehr, weil es ihm zu viel Arbeit war.

S&B: Was ist der bisherige verrückteste Fan Moment in eurer Bandgeschichte

Ich finde es immer krass, wenn sich Leute was von Debauchery tätowieren lassen, sei es das Logo, eines der Monster oder mein Gesicht.

S&B: Wenn Ihr Superhelden wärt, welche Superkraft hättet Ihr und wie sähe euer Kostüm dazu aus

Im Idealfall natürlich die Fähigkeiten eines Blutgottes, dann könnte ich Feuer spucken und hätte eine krasse biomechanische Drachenrüstung.

S&B: Irgendwann ereilt jeden von uns der Tod. Dies ist unausweichlich. Daher würde es uns interessieren, welche Beschallung Ihr auf eurer Beerdigung laufen lassen würdet.

AC/DC natürlich.

S&B: Eine Reise durch Raum und Zeit ist ja nicht möglich, doch wenn es möglich wäre, wo würdet Ihr einmal am liebsten Spielen. Dabei ist es egal ob in der Zukunft oder der Vergangenheit.

Ich denke auf dem Hellfest. Aber eigentlich habe ich bei Konzerten immer so viel zu tun, dass ich mich eh nur um meinen Kram kümmern kann. Dabei spielt es kaum eine Rolle, wo ich bin. Cool wäre also auch, wenn ich bei der Show eine Crew hätte, so dass ich nichts machen muss, außer Spielen und Biertrinken.

S&B: Irgendwann ist Corona auch einmal vorbei. Daher würde es unsere Leser interessieren, ob eine Tour geplant ist und wenn ja, wann diese Startet

Ja es steht noch das Wolfsfest mit BALGEROTH aus und eine Monster Metal Tour ist auch geplant. Ich bin gerade allerdings vorsichtig etwas zu veröffentlichen, um nicht noch mehr Verwirrung zu verursachen. Die Termine liegen im Moment alle im Herbst 2021. Im Sommer 2021 gibt es eigentlich auch einiges, aber das ist unrealistisch. Im Herbst/Winter glaube ich auch an nichts, aber mal sehen.  

 

Wir sagen Dankeschön für das Interview und hoffen euch bald wieder Live sehen zu können