Tom „The Goat“ Brady jagt gern Rekorde, doch auf diesen Rekord hätte er gut zwei Wochen vor dem Gastspiel in München gegen die Seahawks verzichten können, denn er verlor das dritte Spiel in Folge in seiner Karriere und das auch noch gegen die Baltimore Ravens mit 22:27.

 

Kassel/Mainz – Der Aufwärtstrend der Löwen aus Kassel wurde jäh gestoppt. Bei der Reserve des FSV Mainz 05 verlor das Team von Trainer Tobias Damm mit 3:1. Bitter, denn es ging alles so gut los für den KSV, da eine Flanke von Serkan Durna Angreifer Noah Jones am zweiten Pfosten erreichte, doch dieser verzog etwas und der Ball ging knapp am Tor vorbei ans Außennetz. Die Anfangsphase der Partie gehörte auch den Löwen bis in der 12. Minute Ben Bobzien die 1:0 Führung erzielte. Danach spielten die Löwen zwar tapfer weiter doch. nach vorne ging nicht viel zusammen. Ein Fernschuss aus gut 25 Metern von Timothé Rupil brachte dann die Hausherren aus Mainz mit 2:0 in Führung (32.) und nur 11 Minuten später klingelt es wieder im Kasten von KSV Keeper Sündermann. An allen drei Treffern konnte der Neuzugang nichts ausrichten. Mit diesem Rückstand ging es dann in die Pause.

Nach dem Pausentee ging es so weiter wie in der ersten Halbzeit. Die Mainzer pressten und die Löwen hatten alle Mühe sich zu befreien. Nach einer Balleroberung in der 58. Minute hatte Marcel Fischer die Riesenmöglichkeit, um den Anschlusstreffer zu erzielen, doch der traf den Ball nicht richtig. In der 67. Minute war es dann endlich so weit, denn nach einer Flanke von Maurice Springfeld auf Nils Stendera, köpfte dieser aus elf Metern zum 1:3 ein. Die Löwen bäumten sich richtig auf, doch nach der Gelb/Roten Karte von Nael Najjar war der Wille gebrochen. Doch wenn dieser Platzverweis nicht schon bitter genug wäre, gab es noch einen zweiten für die Löwen, denn der eingewechselte Steven Rakk musste nach einem rüden Einsteigen mit glatt Rot auch noch vom Feld. Schmerzhaft für das nächste Heimspiel, denn Trainer Tobias Damm muss nun auf zwei Leute verzichten. Bei Najjar ist es nur ein Spiel, doch Rakk wird mindestens zwei Spiele fehlen. Somit ein mehr als bitterer Tag für den KSV. 

FSV Mainz 05 II – KSV Hessen Kassel 3:1 (3:0)

Mainz: Mohn – Shabani (74. Richter), Trapp, Hartmann – Patö, Rupil (85. Wilhelm, Sabani, Mamutovic – Mizuta (60. Jung) – Bobzien (74. Laux), Derstroff (60. Könighaus)

Kassel: Sündermann – Springfeld, Starostzik, Nennhuber – Najjar, Brill, Stendera (79. Rakk), Durna (85. Mißbach)- Vesco (68. Iksal) – Fischer (68. Dawid), Jones (79. Mogge)

SR: Reitermayer (Heidelberg) – Z: 350

Tore: 1:0 Bobzien (12.), 2:0 Rupil (32.), 3:0 Derstroff (43.), 3:1 Stendera (67.)

 

 

Man hatte nach dem grandiosen Sieg gegen den VFB Stuttgart II gedacht, das die Löwen des KSV Hessen Kassel auch in Ulm einen Punkt mitnehmen könnten. Doch leider kam es anders als gedacht. Die Mannschaft von Trainer Tobias Damm verlor mit 3:0 in Ulm und kassiert die achte Saisonniederlage, während der SSV Ulm den neunten Sieg einfuhr und seine Spitzenposition in der Regionalliga Südwest weiter ausbaut. Gegen den SSV Ulm fehlte der gelbgesperrte Kapitän Frederic Brill der durch Aram Kahraman ersetzt wurde, was auch eine Schwächung war, aber keine Ausrede sein soll.

Die ersten Spielminuten gehörten den Hausherren und so kam Stürmer Lucas Röser frei vor das Tor der Löwen und nur Maximilian Zunker verhinderte das schlimmste. Wenig später kam Jascha Döringer für die Löwen in eine sehr gute Schuss Position, doch sein Schuss striff knapp am Pfosten vorbei. In der 16. Minute kamen die Gastgeber wieder gefährlich vor das Tor des KSV und wieder war es Zunker der den Rückstand verhinderte. Doch das Aufbäumen der Löwen blieb aus und die schnellen Kombinationen schienen Wirkung zu zeigen. So passierte es dann in der 24. Minute das Phillip Maier Maximilian Zunker überwand und sein Team mit 1:0 in Führung brachte. Von dem Rückstand geschockt, zappelte der Ball nur zwei Minuten später erneut im Tor von Zunker. Zwei Tore in zwei Minuten, dass ist bitter. Doch es kam noch schlimmer, denn in der 39. Minute flog KSV-Torhüter Maximilian Zunker mit Rot vom Platz nach einer Notbremse, wie der Schiedsrichter es auslegte. 2:0 im Rückstand und ein Mann weniger, das war der Genickbruch. Schadensbegrenzung war nun angesagt. So musste der stark spielende Lukas Iksal für Ersatztorhüter Moritz Schunke weichen und Steven Rakk ersetzte den schwachen Karaman.  zu. in die Startformation. Beim SSV setzte Coach Thomas Wörle auf dieselbe Elf wie beim beeindruckenden 4:1-Sieg gegen den FC Homburg. Die Spatzen hatten mit ihrem Erfolg beim Verfolger ein Ausrufezeichen gesetzt.

Mit dem Spielstand ging es in die Halbzeitpause. Zwar fand Trainer Tobias Damm die richtigen Worte, doch nach vorne ging fast gar nichts mehr. Zwei magere Torchancen für den KSV und das war alles, was Gefährliches passierte. Aber auch die Ulmer machten nicht mehr viel nach vorne, da der Sieg ungefährdet war. Eine Viertelstunde vor Schluss viel dann noch das 3:0 und der neunte Saisonsieg war perfekt. Für den KSV wird die Luft langsam dünner und man muss sich fragen, ist Damm noch der richtige an der Position. Zwar motiviert er die Mannschaft, aber was zählt ist auf dem Platz. Man kann eine gute Mannschaft übernehmen und solange sich nichts verändert, klappt auch alles so weit, doch in den letzten Jahren sind viele Leistungsträger gegangen, aber passender Ersatz wurde nicht geholt. So fehlen Leute wie Bravo Sanchez, Merle, Schwechel, Flotho, Schmeer, Saglik, Meha, Pichinot doch schon sehr. Man soll nicht Schwarz Malen, doch es sieht nicht gut aus, um die Liga zu halten. Wenn im Wintertransfer Fenster kein passender Stürmer und Stabilisator in der Abwehrreihe kommt, dürfte der Ligaerhalt sehr fraglich sein.

 

Im fünften Spiel der NFL-Saison 2022/23 trafen die Piraten der Tampa Bay Buccaneers auf die Atlanta Falcon. Im ersten Quarter zeigten die beiden D-Lines das sie auf Zack waren. Sowohl „The Goat“ Tom Brady als auch Mario Mariota zeigten das sie viele Tricks in der Tasche hatten, doch was hilft dies, wenn die D-Line auf Zack ist. So wogte das Spiel im ersten Quarter hin und her, doch weiter als bis zur Mittellinie kam kein O-Line nach vorne. So ging es mit 0-0 ins zweite Quarter.

Im zweiten Quarter hatte dann aber Brady immer wieder den richtigen Riecher und fand immer wieder seine Anspielstation Mike Evans. Dieser fing einen fast unmöglichen Pass zwischen zwei Verteidigern und ebnete so den Weg Richtung Endzone der Falcons. Der anschließende Snap mit einem Laufspiel durch Godwin brachte fast den Touchdown, doch die D-Line der Falcons fing ihn in der Luft ab, so dass er nicht über die Linie der Endzone kam. Doch dies sollte dann mit dem nächsten Snap passieren, da sich die Bucs auf der 1-Yard Line befanden. Tom Brady gab den Ball zu seinem Running Back Fournette und dieser preschte mit Schwung durch die D-Line zum ersten Touchdown für die Bucs. Das anschließende Fieldgoal zum 7-0 war nur Formsache.

Die Falcons bemühten sich dann und wechselten viele Spielzüge durch, doch an der 45-Yard Linie war dann aber wieder Schluss und sie mussten Punten. An der 15 Yard Linie ging es dann für die Piraten aus Tampa Bay wieder los. Brady machte gleich wieder Dampf und warf einen Pass nach dem anderen, die immer wieder seine Receiver erreichten. So ging es schnell nach vorne und der nächste Touchdown wäre eigentlich nur Formsache gewesen, doch am Ende sprang nur ein Fieldgoal heraus zur 10-0 Führung.

Die Flacons drückten dann mal auf die Tube und kamen der Endzone näher, doch beim dritten Versuch für sieben Yards wurde Mariota gesackt. Somit mussten sie aus 49 Yards versuchen ein Fieldgoal zu erzielen, doch Koo, der Kicker der Falcons, verzog etwas und so flog das Ei am Tor vorbei. Somit bekamen die Bucs den Ball fast an der Mittellinie wieder. Doch die D-Line der Falcons arbeitete sehr gut und ließ Brady mit seiner O-Line nur bis zur 35 Yard Linie kommen. Doch wenn es mal nicht weiter geht, dann ist Ryan Succop zur Stelle. Mit seinem goldenen Schuh ballerte er den Ball durch die Torstangen zur 13-0 Führung.

Die Falcons gaben den Ball allerdings nach dem Return wieder schnell ab, da die schweren Jungs der Buccaneers D-Line gute Arbeit leisteten. Der Punt Return wurde bis zur 25-Yard Line gebracht. Von dort gab dann Brady wieder Gas. Mit schönen Laufspielzügen durch Ballübergaben an Fournette ging es Yard um Yard nach vorne. Mit einem grandiosen Pass auf Mike Evans, wäre der Touchdown schon fast geschafft worden, doch Inches trennten die Bucs von dem Touchdown. Dieser war aber im nächsten Spielzug dann nur noch Formsache. Mit einem kurzen Pass bediente er Fournette der den TD erzielte. Dann wollte es Brady wissen und versuchte gleich zwei Punkte zu erzielen. Dies gelang auch und die Bucs gingen mit 21-0 in Führung. Ein „Three Point Spiel“ zu drehen ist fast unmöglich, vor allem wenn man sich im vierten Quarter befindet.

Doch aufgeben zählt im Football nicht und so arbeitete die O-Line der Falcons ausnahmsweise an diesem Abend mal richtig. Sie schützen ihren Quarterback sehr gut und Mariota fand auch seine Receiver, um einen Touchdown zum Anschlusstreffer zu erzielen zum 21-7. Die D-Line der Falcons arbeitete nach diesem Treffer auf Hochtouren und stoppte die Bucs nach dem Punt Return sehr früh. Dies nutze dann Mariota, um zu zeigen das auch er lange Pässe werfen kann und schaffte es seine Falcons, nach einer „Two-Point Conversion“ nach dem Touchdown auf 21-15 ran zubringen, bei noch 4:41 auf der Uhr. Ein weiterer TD würde dann den Sieg für die Falcons bedeuten. Doch ein Quarterback wie Tom Brady versteht es mit der Uhr zu spielen und so tickerte diese langsam nach unten, so dass am Ende es beim 21-15 blieb. Somit geht es für die Bucs wieder nach vorne und die Falcons wurden wie ein Suppenhuhn gerupft.